Zwei gefüllte Pfännchen stehen auf dem Tisch  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Das kommt ins Pfännchen

Tipps für ein gelungenes Raclette

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Raclette ist der Klassiker zu Silvester oder an den Weihnachtstagen. Was ins Pfännchen darf und was nicht und wie Ihr Raclette-Essen zum vollen Erfolg wird, haben wir für Sie zusammengestellt.

Besonders in der Weihnachtszeit kann auch mal etwas Außergewöhnliches im Pfännchen landen. "Die Supermärkte sind zur Weihnachtszeit ein bisschen besser aufgestellt", sagt SWR-Köchin Annette Glücklich. Ihr Tipp sind Austern- oder Shiitakepilze für etwas Abwechslung.

Was kann man etwa tun, wenn das Fleisch oben auf das Gerät legt und es fest pappt? "Indem man vorher ein bisschen Olivenöl über die Platte streicht. Damit kann man dieses Ankleben verhindern" sagt die Köchin. Mittlerweile gibt es auch Geräte, die mit Teflon beschichtet sind.

Alles Käse

Ein weiterer Vorteil: mit den Resten lässt sich noch weiter schmausen. Entweder verwertet man die Lebensmittel für noch ein Raclette oder kocht etwas ganz anderes. "Man kann auch den Käse ganz prima nehmen, um Kartoffelgratin zu machen oder eben generell, um Sachen zu überbacken", schlägt Annette Glücklich vor.

Überhaupt der Käse: Besonders passend für Raclette sind die Sorten Bagnes, Orsières und Goms. Wer es lieber etwas milder mag, kann es mit Bergkäse oder Mozzarella versuchen. Annette Glücklich empfiehlt grundsätzlich, ein großes Stück Käse anstelle von einzelnen Scheiben zu benutzen.

Banane und Knoblauch

Raclette muss nicht zwangsläufig Käse heißen. Stattdessen können Banane und Knoblauch für etwas Abwechslung sorgen. Ebenfalls beliebt in diesem Jahr: süße Pfännchen. Zum Beispiel lässt sich mit etwas Vanillesauce und tiefgefrorenen Früchten ein süßer Nachtisch zaubern. Wem das noch nicht süß genug ist, kann über ein Stück Banane etwas Schokolade raspeln.

Ein Klassiker aus der Schweiz

Aber ist das beim klassischen Raclette überhaupt erlaubt? Das besteht oft nur aus geschmolzenem Käse und Brot. Einer der es wissen muss ist der schweizerische Kabarettist Emil Steinberger. "Der Phantasie sind heute keine Grenzen mehr gesetzt", sagt er im Gespräch mit SWR1. Einen möglichen Sittenverfall am Raclette-Ofen sieht er nicht.

In der Schweiz habe das Gericht einen ganz anderen Stellenwert. In sogar zwei bis dreistöckigen Öfen brutzelt dort der Käse. Wobei auch für Steinberger die Racelette-Liebe ihre Grenzen hat. "Morgens könnte ich das noch nicht essen."

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SWR