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Wenn die Erde wackelt Erdbebenmessung in Rheinland-Pfalz

Am Montag, 11. Februar, und Dienstag, 12. Februar, kam es rund um Kobern-Gondorf zu zwei Beben mit der Stärke von 2, 8 bzw. 2,5 auf der Richterskala. Es war die stärkste Erschütterung seit 2012 und bis nach Koblenz zu spüren.

Schon die Maare in der Eifel sind ein eindeutiger Hinweis darauf, dass gerade der Norden von Rheinland-Pfalz in einem Erdbebengebiet liegt. Und die erloschenen Vulkane rufen sich aktuell mit kleineren Beben wieder in Erinnerung.

Wie entsteht ein Erdbeben? 

Kommt es an einem Bruch der Erdkruste zu Bewegungen der Erdschichten auf beiden Seiten, hat dies einen plötzlichen Spannungsabbau zur Folge. Dabei wird seismische Energie freigesetzt, die in Wellenform durch die Erde läuft. Wir nehmen diese Bewegung als Erdbeben wahr.
Ursache für das Beben in Kobern-Gondorf war ein tektonisches Beben, so Experte Professor Georg Wieber vom Geologischen Landesamt. Diese Form von Beben kommen in dieser Region häufiger vor.

Die Erdbebenjäger

Erfasst werden die Erdbeben seit 1998 vom Landeserdbebendienst Rheinland-Pfalz, einer Abteilung des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz. Auf das Bundesland sind zwölf Messstationen verteilt, die die seismischen Erschütterungen ständig messen und die ermittelten Daten online unter lgb-rlp.de und auf einer Karte anbieten. Die gesammelten Zahlen dienen auch der Abschätzung, welches Gefahrenpotential ein Beben für Rheinland-Pfalz hat.

Sie haben das Erdbeben auch gespürt?

Wenn es, wie in Kobern-Gondorf, zu einem stärkeren Beben kommt, sind die Geologen für Ihre Studien auch auf die Hilfe der Bürger angewiesen. Wer die Arbeit der Forscher unterstützen möchte, auf der Webseite des Landeserdbebendienst Rheinland-Pfalz Angaben zum Beben machen: lgb-rlp.de.