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SENDETERMIN So, 25.3.2018 | 10:00 Uhr | SWR1 Rheinland-Pfalz

Kämpfer für eine bessere Welt Leute mit Günter Wallraff

(Aufzeichnung)

Mit seinen Undercover-Reportagen hat Günter Wallraff Mediengeschichte geschrieben - und sich Feinde geschaffen. Doch Wallraff wäre nicht Wallraff, wenn er Angst vor Prozessen und Anfeindungen hätte. Auch mit 75 kämpft er weiter gegen Ungerechtigkeit.

"Ali ist ein Teil von mir"

Als türkischer Leiharbeiter "Ali" hat Günter Wallraff vor über 30 Jahren auf Demütigung und Rassismus in Deutschland aufmerksam gemacht. Um so mehr sieht er es heute als seine Aufgabe, auf das, was in der Türkei geschieht, hinzuweisen: Dass unschuldige Menschen inhaftiert werden, die Presse gleichgeschaltet wird.

Keine Angst

Bis heute lässt sich Wallraff nicht einschüchtern. Vor Ort in der Türkei verfolgte er die Prozesse gegen inhaftierte Journalistenkollegen und tat laut seine Meinung gegen Erdogan kund. Er überreichte einen nach ihm benannten Preis für kritischen Journalismus an seinen inhaftierten türkischen Kollegen Ahmet Sik, besuchte die verfolgten Kollegen von "Cumhuriyet" und Angehörige politischer Gefangener.

"Abnorme Persönlichkeit, für Krieg und Frieden untauglich"

Diesen Titel hatte ihm die Bundeswehr verliehen, als sich der erklärte Pazifist 1960 strikt weigerte, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Als Enthüllungsjournalist bekannt wurde er bereits in den 70er Jahren durch seine "Industriereportagen" und seine Under-Cover-Recherche als vermeintlicher Bildzeitungsjournalist in "Der Aufmacher". Bis heute steckt Wallraff voller Pläne und setzt sich auch privat für Verfolgte und Unterdrückte ein.