Schauspielerin Lisa Maria Potthoff

"Ich bin ein großer Provinzfan"

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Eins steht fest: Die Eberhofer-Krimis sind Kult. Der neue heißt "Guglhupfgeschwader" und ist ab jetzt in den Kinos zu sehen. Vor der Premiere in Frankenthal haben wir mit Darstellerin Lisa Maria Potthoff gesprochen.

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SWR1: Im neuen Eberhofer-Krimi geht es um ein Dienstjubiläum, einen Lottoschein, einen Anschlag und Familienzuwachs. Und dann hängt auch noch der Haussegen schief bei Franz und Susi. Da ist ordentlich was los bei Ihnen, oder?

Lisa Maria Potthoff: Der Haussegen hängt gerne mal schief und dafür, dass es so ein kleines Dorf ist, ist die Mordrate recht hoch. Viel um die Ohren hat der Franz immer - und viel, was ihm auf die Nerven geht.


SWR1: Und Susi schleppt Franz tatsächlich zur Therapiesitzung?

Potthoff: Frechheit, oder?

SWR1: Geht er echt mit?

Potthoff: Er geht mit, ja - sehr widerwillig. Aber ich kenne das aus Erzählungen, dass die Männer eh nicht so Fan davon sind, sich inhaltlich mit einem Mediator über die Ehe auseinanderzusetzen. Ich finde aber, es lohnt sich. Wobei ich gewisse Sachen wirklich sehr komisch finde, die in der Paartherapieszene beschrieben werden, die ja de facto einem auch wirklich empfohlen werden, die ich mir selbst auch so ein bisschen auf die Fahne schreiben kann.

Männer sind nicht so Fan davon, sich inhaltlich über die Ehe auseinanderzusetzen.

SWR1: Das heißt, im Prinzip haben sie aus dieser Therapieszene auch schon eine Lieblingsszene, die sie besonders gut finden?

Potthoff: Also ich mag die Paartherapieszene sehr gerne. Ich mag aber alle. Ich bin ein großer Fan von Gerhard Wittmann, der Leopold, den älteren Bruder von Franz, spielt. Der kann jetzt beim "Guglhupfgeschwader" wirklich zur Höchstform auflaufen, wie er suizidgefährdet wird... Ich sage nicht, warum, was da passiert und warum seine Geschichte recht dramatisch wird. Das ist wirklich außerordentlich gut gespielt. Ich schätze den Kollegen sehr.

SWR1: Ich wollte gerade sagen: Bloß nicht spoilern.

Potthoff: Nein, Nein, auf keinen Fall!

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SWR1: Was meinen Sie persönlich, warum die Eberhofer-Krimis so erfolgreich sind?

"Der Tag ist ein Aneinanderreihen von Kuriositäten."

Potthoff: Die Figuren, die Kostüme und überhaupt der Gesamtlook des Films, das Szenenbild - das ist alles andere als modern und - ich sage mal - gewinnermäßig. Das ist eher provinziell. Und ich glaube, da erkennen sich viele wieder. Ich kenne das von mir (lacht), der Tag ist eher ein Aneinanderreihen von Kuriositäten. Und diese Figuren bringen das sehr zum Strahlen, wie absurd das Leben sein kann. Ich glaube, dass das die Leute sehr anspricht.

SWR1: Jetzt haben sie es gerade schon angesprochen. Die Filme spielen ja in der Bayerischen Provinz, einem fiktiven Ort, Niederkaltenkirchen. Sie selbst sind in München aufgewachsen, aber in Berlin geboren, leben auch mittlerweile wieder in Berlin. Könnten Sie sich irgendwie vorstellen, wieder aufs Land zu ziehen, in so einen Ort wie Niederkaltenkirchen zum Beispiel?

Potthoff: Mein Herz hängt an Oberbayern. Ich mag aber auch das Bayern, das wir in unseren Filmen erzählen. Es ist eben ein bisschen anders, ein bisschen rougher, sage ich mal. Aber ich bin ein großer Provinzfan, ja.

SWR1: Die Premieren der Krimireihe sind immer ziemlich außergewöhnlich. Worauf freuen Sie sich besonders in Frankenthal?

Wir wurden von den Zuschauern immer mehr auf Händen getragen.

Potthoff: Ich hoffe einfach auf gute Laune und gute Stimmung. Wir haben ja angefangen als kleiner bayerischer Fernsehfilm und wurden von den Zuschauern immer mehr auf Händen getragen, sage ich jetzt mal ein bisschen pathetisch. Und was ich jetzt so rührend finde, ist, dass selbst, als wir nach Berlin kamen, der Saal getobt hat. Und gestern in Köln haben wir zusammen gesungen mit dem Publikum im Saal. Es sind so tolle Stimmungen mittlerweile auch außerhalb Bayerns. Also wir tun unser Bestes, gute Stimmung nach Frankenthal zu bringen. Und wir hoffen, dass die Leute auch gute Stimmung mitbringen.

SWR1: ...auch hier in Rheinland-Pfalz, in Frankenthal. Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß bei der Premierenfeier und danke, dass Sie Zeit hatten.

Potthoff: Sehr gerne.

Das Gespräch führte Steffi Stronczyk.

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