STAND

In den 40 Tagen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag fasten viele Menschen. Häufig verzichten sie zum Beispiel auf Fleisch oder Süßigkeiten. Es gibt aber auch allerlei andere Dinge, deren bewusster Verzicht sich lohnt.

Verschwendung fasten

Es wird konsumiert, was das Zeug hält - und vieles wird wieder weggeworfen. Laut der Verbraucherzentrale wirft im Durchschnitt jeder Bundesbürger im Jahr 80 Kilogramm Lebensmittel weg. Wer weniger verschwenden will, könnte versuchen, nachhaltig mit Lebensmitteln umzugehen. Dazu gehört zum Beispiel bedarfsgerecht einzukaufen, Vorräte im Blick zu behalten und beim Restaurantbesuch Reste mitzunehmen. Diese Einstellung lässt sich auf viele andere Bereiche übertragen, beispielsweise auf den Kauf von Kleidung.

Mit Lebensmitteln gefüllte Gläser (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Arne Dedert/dpa)
Ein nachhaltiger Vorsatz für die Fastenzeit: 40 Tage ohne Plastik. picture alliance/Arne Dedert/dpa

Plastik fasten

Eng verknüpft mit dem Fasten von Verschwendung ist das Fasten von Plastik. Wer in der Fastenzeit bewusst auf Plastikmüll verzichten möchte, kann beispielsweise in Unverpackt-Läden einkaufen. Dort werden Lebensmittel und Drogerieprodukte in eigene Behälter gefüllt und es entsteht kein unnötiger Verpackungsabfall. In Deutschland kamen 2017 ganze 5,2 Millionen Tonnen Plastikmüll zusammen und nur rund 15 Prozent davon wurden recycelt, heißt es im "Plastikatlas" des Bundes für Umwelt und Naturschutz.

Auto-Fasten

Ebenfalls gut für das Klima und die weltweite CO2-Bilanz ist das Auto-Fasten. Wer darauf verzichten kann, lässt sein Fahrzeug stehen und steigt auf öffentliche Verkehrsmittel um. Wenn es der Weg erlaubt, können Fastenwillige auch aufs Rad steigen oder laufen.

Ein Radfahrer fährt auf einer Fahrradspur (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Daniel Karmann/dpa)
Gut fürs Klima und die Gesundheit: Fahrrad statt Auto. picture alliance / Daniel Karmann/dpa

Smartphone fasten

Die Idee des Smartphone-Fastens ist zwar weniger relevant für die Umwelt, kann aber dafür positive Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden haben. Das sogenannte Digital Detox ist in den vergangenen Jahre immer beliebter geworden. Dabei geht es darum, die Umwelt bewusster und achtsamer wahrzunehmen, statt ständig auf das Handy zu schauen. Jugendliche surfen laut der Jugend-Digitalstudie 2020 der Postbank insgesamt 71,5 Stunden die Woche mit ihrem Smartphone im Netz. Die aktuelle Corona-Situation hat dazu geführt, dass sich diese Zahl seit 2019 fast verdoppelt hat. Ein "Digital Detox" könnte also in Zukunft immer wichtiger werden.

Unachtsamkeit fasten

Wer sich bereits für das Smartphone-Fasten entschieden hat, der kann sich auch generell im Fasten von Unachtsamkeit üben. Achtsamer durch das Leben zu gehen beginnt im Kleinen. Wer beim Unachtsamkeits-Fasten nicht nur das Umfeld, sondern auch sich selbst bewusster wahrnehmen möchte, der kann zum Beispiel täglich meditieren oder zum Yoga gehen und sich in dieser Zeit ganz auf sich selbst fokussieren.

Kleine Pausen fürs Gehirn Achtsamkeit im Arbeitsalltag

Ob Freizeitstress oder der übliche Wahnsinn auf der Arbeit, von Zeit zu Zeit ist es notwendig, Dinge bewusst zu tun oder zu lassen. Achtsamkeit heißt das Zauberwort.  mehr...

Der Vormittag SWR1 Rheinland-Pfalz

Auf den Fasching folgen die Vorsätze Fastenzeit - gut für den Körper, schlecht für die Wirtschaft?

Wer feiern kann, kann auch fasten: Nach dem Kater kommt Verzicht, von Aschermittwoch bis Ostern. Was macht das mit der Wirtschaft? Und was hat der Biber mit der Fastenzeit zu tun?  mehr...

STAND
AUTOR/IN