Bei der Grammy-Verleihung 1978 wurde "Rumours" als "bestes Album des Jahres" ausgezeichnet. (v.l. Mick Fleetwood, Stevie Nicks, Christine McVie, John McVie und Lindsey Buckingham) (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

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Fleetwood Mac – "Go Your Own Way"

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Werner Köhler

Gute Musik entsteht oft in guter, kreativer Arbeits-Atmosphäre. Streit, Krise, schlechte Stimmung – kann man so gute Musik machen? Auch das geht. Fleetwood Mac sind der Beweis.

Wie alles begann

In den 70er Jahren hatte die Band Fleetwood Mac fünf Mitglieder: Zwei Frauen und drei Männer. Und die teilen nicht nur die Bühne – sondern auch Tisch und Bett miteinander. Christine und John McVie sind verheiratet, Stevie Nicks und Lindsay Buckingham sind liiert – nur Mick Fleetwood lebt seine Liebesbeziehungen außerhalb der Band aus.

Das Liebes-Musik-Chaos von Fleetwood Mac

1976, mitten in den Aufnahmen zum Album "Rumours" gibt es Frust und Beziehungsstress. Christine McVie und Ehemann John bekommen sich derartig in die Haare, dass sie kein Wort mehr miteinander reden. Außer, es geht um musikalische Dinge. Christine bandelt mit dem Lichttechniker an. Den beglückt sie mit einem Liebeslied: "You Make Loving Fun – Mit Dir macht Liebe Spaß". Der betrogene Ehemann John McVie muss dazu auch noch den Bass zupfen.

Stevie Nicks verlässt Lindsay Buckingham und der schreibt "Never Going Back Again – Ich will nie mehr zurück" – allerdings erst, nachdem er eine neue Flamme in petto hat.

Dann flüchtet Nicks in die Arme von Schlagzeuger Mick Fleetwood. Und Lindsey Buckingham rächt sich mit "Go Your Own Way". "Dich zu lieben ist ein Fehler" heißt es im Text – "Geh Deinen eigenen Weg!" – frei übersetzt: Mach Dich vom Acker!

Hat das Liebestheater der Musik geschadet? Nee, "Rumours" wird das erfolgreichste Album von Fleetwood Mac. Nach dem Motto: Liebeskummer setzt Kreativität frei und verkauft sich gut.

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