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Bell bei Mendig

70 Jahre Rheinland-Pfalz - SWR1 hebt ab Bell bei Mendig

Bell ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz. Bekannt geworden sind die Beller vor allem für ihre Backofensteine, mit denen sie die hochwertigen Beller Backofen bauen, die weit über nationale Grenzen hin bekannt sind.

Wichtige Daten

Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Mendig
Einwohner: 1349 (Stand 31.12.2015)
Ortsbürgermeister: Bernd Merkler (CDU)


Der Namensursprung ist nicht eindeutig geklärt. Einerseits könnte er eine Ableitung aus dem Französischen sein (franz. "la belle" = "die Schöne") und einen Bezug auf die Umgebung des Ortes haben. Andererseits existiert aber auch eine Sage, nach der ein wunderschönes Mädchen ("Bella"), die als eine von drei Erben (ihre Brüder bekamen demnach Ober- und Niedermendig zugesprochen), die Ortschaft von Bell zugewiesen bekam. Vermutlich stammt der Name aber aus dem Keltischen, was dort "Ort auf der Höhe" bedeuten würde. Durch die geographische Lage des Ortes scheint das am wahrscheinlichsten zu sein. Allerdings müsste der Name dann älter sein, als seine erste schriftliche Erwähnung. Die Kelten besiedelten die Eifelregion bereits im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus.

Geheime Sprache

Der Beller Dialekt, auch als Beller Platt bezeichnet, wurde bis in die Nachkriegszeit hinein gesprochen. Da die Backofen-Bauern auch oftmals lange Zeit in fremden Bäckersfamilien leben mussten, um dort einen Ofen zu errichten, hatten sie sich das sogenannte "Läppe Tallep" angeeignet. Eine Geheimsprache des Dorfes. Somit konnten sie sich ungehört vom Auftraggeber unterhalten. Das Prinzip dahinter war, dass - ausgehend vom Beller Platt - einzelne Silben oder Wörter rückwärts ausgesprochen wurden. Durch den Rückgang des Backofenhandwerks wurde die Sprache aber nicht mehr verwendet. Zur Dokumentierung der beiden Sprachformen, schrieb Karl Schneider 1996 ein Wörterbuch.

JahrGeschichte
1093Bell wird als "Belle" in der Stiftungsurkunde des Klosters Laach erstmals erwähnt.
1267Erstmals wird ein, auf Laacher Boden errichtetes, "castellum" urkundlich erwähnt. Die heutige Burg Bell.
1563Die Zahl der Feuerstellen wird mit 25 angegeben, d.h. etwa 125 Personen müssen in Bell gelebt haben.
1976Die Burg Bell wurde von den Erben an die Familie Merkt verkauft, in deren Besitz sie sich noch heute befindet.

SWR1 Reporterin Anke Müller in Bell

Ortsschild in Bell

SWR1 Reporterin Anke Müller vor dem Ortsschild in Bell.

2:01 min

Mehr Info

SWR1 hebt ab - Bell bei Mendig

Die eigene Sprache: "Läppe Tallep"

Müller

Adresse:
Marktplatz 3 (Verbandsverwaltung)
56743 Mendig
bell-eifel.de

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