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Es gibt fast überall genug davon, es ist günstig und es kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Unser Trinkwasser. So argumentiert zumindest Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD).

Wer Leitungswasser trinkt, spart Geld, Energie und unnötige Verpackungen.

Svenja Schulze (SPD), Bundesumweltministerin

Dabei macht sich die Ministerin unter anderem für den flächendeckenden Bau von öffentlichen Trinkwasserbrunnen stark. Mit diesen Brunnen bräuchten viele PET-Flaschen erst gar nicht produziert zu werden. Außerdem machten die Brunnen den Aufenthalt in unseren Städten an heißen Tagen deutlich erträglicher, so die Ministerin weiter.

Svenja Schulze (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Christophn Soeder)
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Christophn Soeder

Trinkwasser wird gefördert

Schulzes Ministerium fördert das Trinkwasser aus der Leitung über einen Verein: "a tip: tap" ist Englisch und heißt "Ein Tipp: Wasserhahn". Er organisiert das Projekt "Wasserwende - Trinkwasser ist Klimaschutz", Schulze unterstützt es mit 1,3 Millionen Euro.

Weniger Transporte

Das Umweltbundesamt (UBA) hat derzeit keine Daten zur CO2-Bilanz von Mineral- und Leitungswasser. Aber die Richtung ist klar: "Wer kein Flaschenwasser kauft, spart eigene Transportwege und Transporte durch ganz Deutschland oder Europa, oft mit dem Lkw", sagte Wasserexperte Hans-Jürgen Grummt. Die Qualität des Leitungswassers sei so gut, dass es "keinen Grund gibt, zum Durstlöschen Mineralwasser in Flaschen zu kaufen", findet er.

Dauer

Mehr Mineralwasser

Allerdings ist der Konsum von Mineralwasser nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen in den vergangenen Jahrzehnten kräftig gestiegen. 2018 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser demnach bei 147,7 Litern. 2010 waren es noch rund 131 Liter, zur Jahrtausendwende 100 Liter und 1980 sogar nur knapp 40 Liter. Etwa 80 Prozent davon trinken die Deutschen mit Kohlensäure.

Gesundes Wasser

Die Stiftung Warentest hat zum Thema Sicherheit, Nitrat- und Bleibelastung im Trinkwasser im Juni einen Überblick veröffentlicht. "In fast allen Wässern fanden sich Spuren aus der Umwelt, aber sie geben keinen Anlass, sich um seine Gesundheit zu sorgen", heißt es dort.

Martin Weyand vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) betonte: "Trinkwasser gehört zu den am besten überwachten Lebensmitteln in Deutschland." UBA-Experte Grummt sagte, Bleirohre in Wohnhäusern seien «ein regionales Problem älterer Häuser». Nach 1973 wurden sie dem Amt zufolge nicht mehr verbaut. Wer Bedenken hat, könne beim Hausbesitzer nachfragen oder sich beim örtlichen Gesundheitsamt zu kostenpflichtigen Labortests beraten lassen.

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