Skandal um hessische Wurstfabrik Diese Wilke-Produkte sind keimbelastet

Die keimbelasteten Wurstwaren von Wilke kosteten mutmaßlich zwei Menschen das Leben. Welche Produkte betroffen sind, war bislang unklar. Jetzt haben Behörden eine Liste der verkeimten Wurstwaren veröffentlicht.

Keimbelastete Wurst von Wilke (Foto: Uwe Zucchi)
Die Wurstfabrik hat seit vergangenem Dienstag geschlossen. Uwe Zucchi

Auf lebensmittelwarnung.de hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nun eine Marken- und Produktliste veröffentlicht. Demnach sind alle Eigenmarken der Firma Wilke mit dem Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" betroffen. Auch diese Marken mit dem Identitätskennzeichen sind keimbelastet:

  • Haus am Eichfeld
  • Metro Chef
  • Service Bund "Servisa"
  • CASA
  • Pickosta
  • Sander Gourmet
  • Rohloff Manufaktur
  • Schnittpunkt
  • Korbach
  • ARO
  • Findt
  • Domino

Wie in der Einzelauflistung der Produkte nachzulesen ist, sind nicht nur Fleischwaren, sondern auch vegetarische und vegane Produkte betroffen. Etwa ein vegetarischer Aufschnitt mit Oliven oder auch ein veganer Paprikaaufstrich. Zudem handelt es sich neben Frischwaren auch um tiefgefrorene Produkte sowie Wurst in Dosen. Betroffen sind ausschließlich Produkte mit dem Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG".

Womöglich sei aber auch noch keimbelastete Wurst als Aufschnitt in Supermarkttheken erhältlich, warnt ein Sprecher des Landesuntersuchungsamtes in Koblenz. Man könne der Wurst nicht ansehen, dass sie mit Listerien belastet ist: "Man sieht das nicht, man riecht das nicht, man schmeckt das nicht."

Auch Ikea verkaufte Wilke-Wurst

Am Montag war bereits bekannt geworden, dass auch Ikea-Filialen mit der Wurst des Herstellers beliefert wurde. Der Verkauf sei daher umgehend gestoppt worden, so eine Sprecherin des schwedischen Möbelkonzerns.

Mit dem keimbelasteten Waren von dem hessischen Wursthersteller Wilke werden zwei Todes- und 37 Krankheitsfälle in Verbindung gebracht. In den Waren waren Listerien festgestellt worden. Sie können grippeähnliche Symptome auslösen. Für Risikogruppen, zu denen Ältere oder Schwangere zählen, können die Bakterien tödlich sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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