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Paket defekt, Ware nicht geliefert, Ärger beim Umtausch: Solche Probleme gibt es beim Onlinekauf. Doch die Kunden haben oft automatisch einen sogenannten Käuferschutz.

In vielen Fällen brauchen die Kunden sich gar nicht zu ärgern und lange mit dem Verkäufer streiten. Denn der Käuferschutz nimmt ihnen alle Probleme ab. Er ist automatisch bei vielen Bezahldiensten und bei mehr als 25.000 Online-Shops mit drin. Man muss ihn nicht extra beantragen oder extra bezahlen.

Diesen Schutz gibt es sowohl bei Amazon und Ebay als auch bei allen Webshops, die das blau-gelbe Gütesiegel "Trusted Shops" oder das grüne Gütesiegel "Geprüfter Webshop" haben. Käuferschutz hat man auch bei Zahlungen mit Paypal, Klarna oder Paydirekt sowie bei Kreditkarten wie Mastercard oder Visa.

So funktioniert der Käuferschutz

Wenn Ware nicht geliefert wird oder etwas damit nicht in Ordnung ist und es zu keiner Einigung mit dem Händler kommt, dann kann der Kunde den Käuferschutz in Anspruch nehmen. Beispielsweise bei Paypal kreuzt man auf seinem Konto unter der Rubrik "Problem melden" an, was schiefgelaufen ist.

Ein Mauszeiger schwebt auf einer Website über einem Button mit der Aufschrift Käuferschutz  (Foto: picture alliance / dpa Themendienst)
Der Käuferschutz soll dem Kunden beim Onlineshopping Sicherheit gewähren. picture alliance / dpa Themendienst

Bei Amazon nennt sich der Käuferschutz "A-bis-z-Garantie". Dort geht man dann auf die entsprechende Bestellung in die Rubrik "Details" und kommt auch auf die Seite "Probleme mit der Bestellung".

Entweder muss man sich überall ein wenig durchklicken oder man schaut sich einfach die kurzen Erklär-Videoclips an. Die gibt es bei fast allen Käuferschutz-Anbietern.

Die Sache hat aber auch einen Haken

Der Haken ist, dass der Käuferschutz nicht überall gleich umfangreich ist. In der Regel funktioniert er wirklich prima. Das hat die Stiftung Warentest gerade bestätigt. Aber es gibt Unterschiede.

Bei den Fristen ist Paypal mit 180 Tagen großzügig. Bei anderen Anbietern sind es 14, 30 oder 90 Tage. Beim Verlust einer Rücksendung greift das Käuferschutzprogramm nicht bei allen Zahlungsanbietern. Manchmal sind auch Artikel wie Alkohol, Tabak, digitale Produkte und Gutscheine vom Schutz ausgenommen.

Zudem haben Betrüger eine Lücke im Käuferschutz gefunden. Deshalb sollte man niemals bei Paypal den Kaufpreis an Freunde oder Familie zahlen - egal wie freundlich der Verkäufer darum bittet. Bei Zahlungen an Freunde gilt kein Käuferschutz. Das Geld ist dann weg und die Ware kommt nicht. Auf diese Freunde-Masche sind leider schon viele hereinfallen, die dachten, Online-Zahlungen seien immer abgesichert.

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