Hits und Storys Pink Floyd - "Wish you were here"

AUTOR/IN
AUTOR/IN

Normalerweise freuen sich Musiker, wenn ihre Musik im Radio gespielt wird, Nick Mason, der Schlagzeuger von Pink Floyd freut sich nicht!

Dauer

Nick Mason hört Pink Floyd nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Er würde nie auf die Idee kommen an meinen Plattenschrank zu gehen und zum Beispiel "Dark Side Of The Moon" oder "Wish you were here" auflegen. Es nervt ihn. "Ich höre immer nur meine Fehler und dann denke ich: Oh, das hätte ich aber besser viel spielen können!"

Keine Computer

Ein Markenzeichen von Pink Floyd waren die ausgetüftelten Klang- und Geräuscheffekte, und das in einer Zeit, als es keine Computer gab. Alles was auf den Platten zu hören ist, wurde quasi mit der Hand gemacht. Was heute ein gut programmierter Computer erledigt, war in den 70er Jahren richtig großer Aufwand. Aber das war Kreativität, die Spaß gemacht hat.

Ein Kabel vom Studio zum Parkplatz

1975, London, Abbey Road. Die Musiker von Pink Floyd arbeiten an dem Song "Wish you were here". Die Band hat die Idee, dass die Gitarre am Anfang klingen soll, als würde sie aus einem kleinen Autoradio kommen. Wie kriegt man das hin? Ganz einfach, bevor man lange herum probiert, wie eine Gitarre im Autoradio zu klingen hat, lässt man die Gitarre eben tatsächlich aus dem kleinen Radio kommen. Im Studio sitzt also David Gilmour mit seiner Gitarre - davor das Mikrophon. Vom Mikrophon wird ein ewig langes Kabel durch den Flur bis auf den Parkplatz gelegt. Dort in einem Auto angestöpselt ans Radio, davor wieder ein Mikrophon, das die Gitarre im Radio aufnimmt und wieder mit einem langen Kabel den Ton ins Studio leitet, wo die Bandmaschine steht und aufnimmt. Ein wunderbarer Effekt, der noch schöner wird, wenn David Gilmour dann mit der Studiogitarre ein Solo zur Autoradio-Gitarre hinzufügt, also quasi mit sich selbst im Duett spielt.

AUTOR/IN
STAND
AUTOR/IN