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Paket Drohne

Hightech Paketzustellung Wenn der Lieferroboter dreimal klingelt

Der Paketdienst Hermes hat angekündigt, Paketzustellungen an die Haustüre künftig zu verteuern. Ziel sei es, die Paketzusteller besser bezahlen zu können. Dabei ist die Zustellung an die Haustür nur eine Möglichkeit, an die Ware zu kommen. Es gibt noch viele andere und sogar kuriose Arten der Zustellung.

24-Stunden-Service an der Paketstation

Paketstationen oder Shopzustellung ist bei uns inzwischen weit verbreitet. So sind Berufstätige an den Paketstationen nicht an Öffnungszeiten gebunden und können ihre Sendungen rund um die Uhr abholen. Positiv für den Zusteller, er wird viele Pakete auf einmal los.

E-Mobil und Lastenrad

Die gelben, elektrisch angetriebenen "Street Scooter" der Post gehören in den Städten fast schon zum Alltag. Sie sollen das "Diesel-Postauto" ablösen, das Stauproblem lösen sie jedoch nicht. In Dänemark oder den Niederlanden laufen derzeit Versuche mit E-Rollern oder Lastenfahrrädern. Die haben den Vorteil, dass sie Staus relativ problemlos umfahren können. Allerdings ist der Laderaum vergleichsweise klein.

Mobile Depots

Um dem entgegenzuwirken, setzt man bei diesen Versuchen auf Mobile Depots, indem man statt großer Lagerhallen am Stadtrand mit Paketen gefüllte mobile Container in der Stadt verteilt. Dort können die Zweiradfahrer ihre E-Roller oder Lastenfahrräder problemlos neu beladen. Im niederländischen Utrecht werden diese mobilen Depots mit dem so genannten "Cargohopper" verteilt. Das ist ein Elektrofahrzeug, das bis zu drei von diesen Containeranhängern wie ein Zug hintereinander durch die Stadt ziehen kann.

Drohnen und Roboter

Lieferrobter

Lieferroboter werden in der Schweiz gestetet.

2013 erklärte Amazon Chef Jeff Bezos binnen fünf Jahren eine flächendeckende Belieferung per Drohne ermöglichen zu wollen. Drohnen hätten den Vorteil, ihre Waren selbstständig laden und ausliefern zu können. In Ballungsgebieten und Städten ein klarer Vorteil. Die flächendeckende Umsetzung dieser Vision lässt aber auch knapp sechs Jahre danach noch auf sich warten. In der Schweiz sind bereits seit zwei Jahren selbstfahrende Lieferroboter in den Städten unterwegs. Dabei sehen die eidgenössischen Logistiker den Roboter als Unterstützung für den Paketzusteller. So könnten in Ballungsräumen besonders schnelle Varianten der Zustellung realisiert werden. Bis zu zehn Kilogramm Nutzlast hat ein solcher "Fahrroboter". Dabei orientiert sich die Maschine selbst, erkennt Ampeln und Zebrastreifen und weicht Gefahrenstellen automatisch aus.

Pakete per Pipeline

Ein weiterer Ansatz ist die Neuerfindung der Rohrpost. Versuche damit gibt es in Großbritannien. Kapseln mit Paketen fahren auf einer Art Minimagnetschwebebahn durch Tunnelröhren. Unterirdisch muss dafür viel Aufwand getrieben werden, oberirdisch bringt das System die völlige Verkehrsschadstoff- und Lärmentlastung. In China gibt es bereits ähnliche Projekte.

Paketzustellung in den 1950er Jahren

Postfahrrad

Ein Briefträger in den 1950er Jahren in Niederbayern. Damals war die Auslieferung von Paketen und Briefen noch vollmechanisch und die Zusteller meist verbeamtet. Staus und Lärmbelastung gab es zumindest auf dem Land ebenfalls nicht.