Bitte warten...
Trockene Fichtenbäume, die die Äste hängen lassen

Die Folgen der Trockenheit Von Waldschäden bis zu kürzeren Pommes

Der tolle Sommer in diesem Jahr hat auch seine Kehrseiten. Zu beobachten sind die Auswirkungen der Trockenheit etwa im Wald, aber auch die Verbraucher werden die Folgen der Trockenheit zu spüren bekommen.

Baumbestand angegriffen

Der fehlende Regen und die Hitze des Sommers haben viele Bäume geschwächt. Verbunden mit dem "Trockenstress", hatten Schädlinge - wie der Borkenkäfer zum Beispiel - bei Fichten leichtes Spiel. Insgesamt ist der Baumbestand in Rheinland-Pfalz angegriffen. Das macht den Förstern im Land in diesem Herbst große Sorgen.

Preisexplosion bei Gurken

Pommes Frites mit Salz

Durch die Trockenheit werden wohl auch die Pommes kürzer

Auch in der Landwirtschaft hinterlässt der trocken Sommer unübersehbare Spuren. Die Ernten fielen fast durchwegs schlechter aus, obwohl die Landwirte ihre Felder zum Teil intensiv bewässert haben. Die Erntedefizite wirken sich unmittelbar auf die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus. Gurken sind zum Beispiel gut 80 (!) Prozent teurer als im Vorjahr. Auswirkungen wir der trockene Sommer auch auf Kartoffelprodukte haben, denn die Kartoffeln blieben aufgrund der Trockenheit in Punkto Größe deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Und kleinere Kartoffeln geben eben kürzere Pommes!

Teurere Weihnachtsbäume

Auch beim diesjährigen Weihnachtsbaum werden die Verbraucher wohl etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, denn auch die Plantagenbesitzer haben deutlich höhere Ausgaben als in "normalen" Jahren. So ist die Ausfallrate bei Jungbäumen 2018 höher und auch die Kosten für Bewässerung, Pflege und Schädlingsabwehr schlagen mehr zu Buche.

Noch keine Wasserknappheit

Eine teilweise Entwarnung kommt von den Trinkwasserverbänden im Land. Die Grundwasservorräte in Rheinland-Pfalz sind zwar relativ niedrig, aber es besteht (noch) kein Grund zur Sorge. Der Sommerregen, so Experten, sei nämlich weniger für den Grundwasserspiegel verantwortlich, als allgemein vermutet. Er würde in der Mehrheit von den Pflanzen direkt aufgenommen, was den Wegfall des Regens in diesem Jahr nicht so problematisch mache.
Zwar wurde auch in diesem Jahr vereinzelt auch zum Wassersparen aufgerufen, dies lag aber nach Auskunft von Experten nicht an einer echten Wasserknappheit. Vielmehr hatten die Trinkwasserverbände befürchtet, dass eine starke Nachfrage Auswirkungen auf die Technik haben und größere Ausfälle in der Versorgung nach sich ziehen könnte.

Regenmenge im Winter entscheidend

Entscheiden für die weitere Entwicklung wird die Niederschlagsmenge im Winter sein, also zwischen Oktober und April. Diese Niederschläge speisen letztlich das Grundwasser. Hier bräuchte es im kommenden Winter sehr ausgiebige Niederschläge, um den Spiegel wieder auf das normale Niveau zu heben. Passiert dies nicht, könnte in Zukunft das Trinkwasser in Rheinland-Pfalz doch noch knapp werden.