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Grippe-Symptome ähneln auch vielen anderen Erkrankungen

FAQ zur Influenza-Zeit Was Sie über Grippe wissen sollten

Nach der schweren Grippewelle im vergangenen Winter ist die Nachfrage nach Impfstoff jetzt so groß, dass er in Rheinland-Pfalz bereits aufgebraucht ist. Wie sie auch ohne Impfung eine Grippe vermeiden können und wie lange die Grippewelle normalerweise dauert, erfahren Sie hier auf einen Blick.

Wann beginnt eine Grippewelle eigentlich?

Laut Robert Koch-Institut hat die jährliche Grippewelle in den vergangenen Jahren meist im Januar begonnen und drei bis vier Monate gedauert. Außerhalb dieser Zeit gebe es nur wenige Fälle. Influenza-Viren seien bei niedrigen Temperaturen und in trockener Luft stabiler. Außerdem sei die Schleimhaut der oberen Atemwege vermutlich bei trockener Luft anfälliger für eine Infektion.

Wie viele Menschen sind im vergangenen Jahr erkrankt?

Die Grippewelle im Winter 2017/18 fiel in Rheinland-Pfalz außerordentlich heftig aus. Laut Landesuntersuchungsamt gab rund 13.900 Influenza-Fälle. In der Saison zuvor habe es nur rund 4.600 Erkrankungen gegeben. Bundesweit seien etwa neun Millionen Arztbesuche auf Influenza zurückzuführen.

Was kann man außer der Impfung noch tun, um eine Grippeerkrankung zu vermeiden?

Influenza-Viren werden überwiegend durch Tröpfchen übertragen. Das kann insbesondere beim Husten oder Niesen passieren. Um das Ansteckungsrisiko zu vermeiden, sollte Abstand zu Menschen mit Symptomen gehalten werden. Außerdem helfe regelmäßiges Händewaschen gegen eine Atemwegsinfektion.

Wie lang dauert es, bis die Grippe ausbricht?

Die Inkubationszeit ist kurz und beträgt durchschnittlich ein bis zwei Tage.

Welche Symptome sind typisch bei Influenza?

Neben des plötzlichen Erkrankungsbeginns treten Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen sowie Muskel- und/oder Kopfschmerzen auf. Zudem kann der Erkrankte sich schwach fühlen, hat Schweißausbrüche und die Nase läuft. In seltenen Fällen kann es zu Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall kommen. Allerdings können diese Symptome auch durch andere Erreger ausgelöst werden.

Wie wird Influenza behandelt?

Bei schweren Erkrankungen oder sofern zum Beispiel eine Schwangerschaft vorliegt, empfiehlt das Robert Koch-Institut eine antivirale Therapie. Menschen mit einer Virusgrippe sind typischerweise stark geschwächt, sodass Bakterien ein leichtes Spiel haben. Bei der Behandlung werden deshalb manchmal auch Antibiotika eingesetzt, um zusätzliche bakterielle Infektionen zu verhindern.

Grippewelle

Das Ständige Impfkommission empfiehlt zum Beispiel chronisch Kranken eine Impfung.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für alle Personen über 60, für chronisch Kranke aller Altersstufen. Auch Schwangere und Medizin- und Pflegepersonal sollten sich impfen lassen.

Drei- oder Vierfach-Impfstoff?

Bisher wurde bei den Impfangeboten meist ein Dreifach-Impfstoff verwendet - in der aktuellen Grippesaison müssen die gesetzlichen Krankenkassen zum ersten Mal einen Vierfach-Impfstoff zahlen. Dieser deckt laut RKI ein größeres Erregerspektrum ab. Die beiden häufigsten Viren-Typen hätten jeweils zwei Untergruppen. Diese würden mit dem neuen Impfstoff nun alle abgedeckt. "Das ist zwar nicht das Allheilmittel", sagte eine Sprecherin des Robert-Koch Instituts. Die Vierfach-Impfung erhöhe aber die Chancen, keine Grippe zu bekommen

Schützt eine Influenza-Impfung zu 100 Prozent?

Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass kein Impfstoff 100 Prozent schütze. In den vergangenen Jahren seien durchschnittlich 40 bis 60 von 100 geimpften Personen gegen Influenza geschützt. Vor allem ältere Menschen, deren Immunsystem schwächer sei, sprechen demnach auf die Impfung weniger gut an. Grippeimpfungen sind im Oktober und November sinnvoll. Nach dem Piks dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz aufgebaut ist.