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Sprachkurs an Schule für Flüchtlinge

Faktencheck Flüchtlinge Wie Integration in den Schulen funktioniert

Flüchtlingskinder in den Schulalltag zu integrieren gehört zu den Mammutaufgaben des Landes und der Bildungseinrichtungen. Vor allem Sprachkenntnisse spielen dabei eine entscheidende Rolle. Eine Bestandsaufnahme.

Wie viele Flüchtlingskinder zurzeit an rheinland-pfälzische Schulen gehen, ist nicht bekannt, da es in dieser Form gar nicht erfasst wird. In den Schulen wird grundsätzlich von Kindern mit Migrationshintergrund gesprochen. Erfasst wird dort lediglich die Zahl der Deutsch-Intensivkurse, beziehungsweise die Zahl der Kinder, die an den Kursen teilnehmen.

Wie viele Kurse gibt es?

Laut rheinland-pfälzischem Bildungsministerium gab es im Juni 2018 landesweit 436 solcher Intensivkurse mit insgesamt 6.926 Schülern. In den Grundschulen beträgt die Förderung innerhalb der Deutsch-Intensivkurse zwischen 10 und 15 Stunden, in der Mittelstufe sind es in der Regel zwischen 15 und 20 Stunden. Daneben gibt es an den allgemeinbildenden Schulen Angebote wie zwei- und vierstündige Sprachförderangebote, Feriensprachkurse oder Hausaufgabenhilfe. Sprachkurse gibt es auch für ältere Schüler an den Berufsbildenden Schulen. Hier nahmen 2017 bisher 1.645 Schüler teil (Stichtag 11. Juni).

Wer bekommt welche Förderung?

In der Regel werden Kinder mit Migrationshintergrund von den Lehrern in die Sprachkurse eingeteilt - nach Rücksprache mit den Eltern. Kinder, die keine oder nur wenige Deutschkenntnisse haben, besuchen zunächst Deutschförderkurse und nehmen daneben nur an den Fächern teil, in denen Deutschkenntnisse weniger wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise Sport oder Kunst. Sobald die Kinder einigermaßen Deutsch verstehen und sprechen, werden sie dann im Klassenverband unterrichtet.

Was kostet das Land die Sprachförderung?

Im Haushalt sind in diesem Jahr 31,6 Millionen Euro für die Sprachförderung eingeplant. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es noch 26,2 Millionen.