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Duft von Früher Warum uns die Nase beim Erinnern hilft

Der Geruch einer feuchten Wiese weckt Kindheitserinnerungen. Ein Parfum einer fremden Person erinnert uns an die Jugendzeit. Warum ist das so?



Hirnforscher sagen: Gerüche gehen direkt ins Gefühlszentrum des Gehirns. Über das Gefühl wird eine Erinnerung aktiviert.

In der Kindheit gelernt

Die nasse Wiese als Glückgefühl hat das Gehirn irgendwann in der Kindheit gelernt: Vielleicht beim Spielen draußen mit Freunden. Es war ein schöner Tag. Das Gehirn speichert: Nasse Wiese ist gleich schöner Tag.

Es gibt noch andere Beispiele: Man riecht frische Waffeln und erinnert sich vielleicht an die Feier zum 5. Geburtstag. Man riecht frischen Kaffee und erinnert sich vielleicht an den Morgen, an dem man das erste Mal eine Tasse Kaffee getrunken hat. Und vielleicht auch an die Nacht davor.

Der Duft holt die Erinnerung zurück

Gerüche helfen uns auch Dinge zu merken. Der Geruchssinn ist der einzige, der fünf Sinne, der direkt mit dem Gefühlszentrum des Gehirns verbunden ist. Die Nase riecht, das löst ein Gefühl aus und darüber kommt eine Erinnerung.

Duft als Stimmungsaufheller

Den Zusammenhang zwischen Geruch und Gefühl können wir für einen kleinen Selbstbetrug nutzen: Wenn wir mal einen schlechten Tag haben, holen wir uns eine Tube Sonnencreme. Wir schließen die Augen und riechen die Sonnencreme. Und wir erinnern uns vielleicht an einen schönen Urlaubstag am Meer. Rachel Herz ist eine Neurowissenschaftlerin und Psychologin aus den USA. Sie hat noch eine Parfümflasche von ihrem ersten Freund Zuhause. Von Zeit zu Zeit schnüffelt sie an dieser leeren Flasche. Und jedes Mal durchströmt sie ein kräftiges Glücksgefühl. Herz ist fasziniert davon, wie Duft uns in eine andere Zeit, an einen anderen Ort beamen kann.