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Das Schwitzen im Stall ist noch nicht vorbei Im Trend: Kalte Dusche für die Kuh

Die Temperaturen sinken langsam wieder unter die 30-Grad-Marke - für die Menschen bedeutet das zumindest teilweise etwas Abkühlung, für viele Tiere bleibt die Wärme weiter kritisch. Vor allem Kühe leiden unter zu hohen Temperaturen. Da hilft nur ab unter die Dusche.

Duschende Kuh

Kalte Duschen sind auch bei Kühen beliebt.


Wie dem Menschen bei Temperaturen um die 30 Grad meist nur eine kalte Dusche hilft, um sich abzukühlen, so hilft sie auch der Kuh. Das denkt Johannes Zahner von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Er forscht rund um das Thema "Kuhdusche". Also Duschbrausen, die in Kuhställen montiert werden und den Tieren helfen sollen, die Hitze besser zu vertragen. Das Wasser tröpfelt zwar langsamer aus den Brausen, dafür sind es größere Tropfen, die jeder Kuh das gesamte Fellkleid durchnässen.

Schwitzende Kuh

Kühe leiden bei Hitze viel früher als Menschen.

Hitzestress beginnt schon bei 16 Grad

Der Sommer ist der pure Hitzestress für Kühe. So leiden die Tiere bereits ab 16 Grad. Wenn das Thermometer weiter nach oben klettert, wird es noch unangenehmer. "Kühe können zwar schwitzen, aber nicht in dem Maße, wie wir es können", sagt Zahner. Das heißt, Schweißtropfen wie beim Menschen sind bei den Tieren nicht zu sehen. Wenn es den Kühen zu heiß wird, atmen sie schneller und versuchen so, mehr Wärme abzugeben.

Mehr Hitze - weniger Milch

Die Hitze hat laut Zahner auch Auswirkungen auf die Milchproduktion der Kuh. Abkühlung durch "Kuhduschen" würde bewirken, dass die Milchqualität besser und die Menge größer würde. "Die Milchmenge wird im Sommer immer geringer", erläutert Zahner. Das hat zum anderen aber auch damit zu tun, dass die Tiere bei den Temperaturen weniger Appetit haben und dadurch weniger Nährstoffe zu sich nehmen.