Baderegeln (Foto: dpa Bildfunk, Daniel Karmann)

Schwimmbad, Flüsse oder Seen

Darauf sollten Sie beim Baden immer achten

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Marcus Netscher
SWR1 Redakteur Marcus Netscher (Foto: SWR, privat - M.Netscher)

Baden macht auch die heißesten Tage erträglich. Ob im Freibad oder am Badesee, im Dorfweiher oder einem Fluss: Überall gelten die Baderegeln. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Baden achten müssen, um weder sich noch andere zu gefährden.

Im Schwimmbad

Baderegeln sind im Schwimmbad besonders wichtig, um zu vermeiden, dass andere Besucher durch das eigene Verhalten gefährdet werden. Die DLRG rät deshalb:

  • Gehe nur zum Baden, wenn Du Dich wohlfühlst.
  • Gehe niemals mit vollem oder ganz leerem Magen baden.
  • Kühle Dich ab, bevor Du ins Wasser gehst.
  • Verlasse das Wasser sofort, wenn Du frierst.
  • Gehe als Nichtschwimmer nur bis zum Bauch ins Wasser.
  • Luftmatratzen, Autoschläuche und Gummitiere bieten keine Sicherheit.
  • Im Schwimmbad ist es glatt, gehe langsam.
  • Stoße andere auch beim Spielen nicht ins Wasser.
  • Tauche andere nicht unter.
  • Nimm Rücksicht auf andere, besonders auf Kinder und ältere Menschen.
  • Gefährde niemanden durch einen Sprung ins Wasser.
  • Schwimme nie im Sprungbereich.
  • Springe nur ins Wasser, wenn es tief genug und frei ist.

Seen und Flüsse

Baderegeln (Foto: dpa Bildfunk, Daniel Karmann)
Das Einhalten von Baderegeln dient auch dem Eigenschutz.

Auch am Badesee oder beim Baden in einem Fluss gilt es gewisse Regeln zu beachten. Sie dienen hier vor allem dem Eigenschutz.

  • Wenn die Temperaturen draußen bei über 30 Grad liegen, solltest Du nicht direkt ins kalte Wasser springen. Gewöhne Deinen Körper langsam an das kühle Wasser, um ein Herz-Kreislauf-Versagen zu vermeiden.
  • Überschätze Deine Kraft und Dein Können nicht.
  • Schwimme allein nicht zu weit hinaus.
  • Bewachsene und sumpfige Zonen sind gefährlich.
  • Bade nicht, wo Schiffe, Boote und Surfer fahren.
  • Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlasse sofort das Wasser.
  • In Badeseen und Kiesgruben kann es Strömungen geben, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Also achtsam bleiben.
  • Rufe niemals grundlos um Hilfe.
  • Hilf aber anderen, wenn sie in Gefahr sind.
  • Schütze Dich bei starker Sonne mit ausreichend Sonnencreme und einer Sonnenbrille, halte Dich im Schatten.
  • Halte das Wasser und seine Umgebung sauber, Abfälle wirf in den Mülleimer. Scherben oder anderer Müll kann im Wasser gefährlich werden.

Gefahr durch Blaualgen

Blaualgen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Jens Niering )
Sie sehen nicht schön aus und sind gesundheitsgefährdend: Blaualgen.

Zur Sommerzeit sind auch immer wieder Blaualgen ein Thema. Diese sind nicht blau, sondern schwimmen als grüner Teppich an der Wasseroberfläche. Sie können in Badeseen entstehen und produzieren Giftstoffe, die sich im Wasser lösen können. Wer zu viel Wasser schluckt oder Giftstoffe über die Haut aufnimmt, kann Symptome wie Durchfall, Erbrechen oder Gliederschmerzen haben. Auch eine Bindehautentzündung ist bei Kontakt mit dem Wasser nicht auszuschließen.
Ein Tipp: Erkennt man im knietiefen Wasser noch die Füße, dann ist die Wasserqualität unbedenklich.

Eine Übersicht über Badeseen und die Wasserqualität bietet das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität in Rheinland-Pfalz.

Im Notfall: Schnell und umsichtig handeln!

Baderegeln (Foto: dpa Bildfunk, Gregor Fischer)
Ein Blick auf die geltenden Baderegeln kann Leben retten.

Die Wasserwacht Bayern weist im Zusammenhang mit Badeunfällen vor allem auf den Eigenschutz und ein umsichtiges Handeln hin: "Die eigene Sicherheit geht immer vor. Auf jeden Fall sollten Sie bei lebensbedrohlichen Situationen so früh wie möglich den Notruf wählen, damit Sie schnell professionelle Hilfe erhalten." Die europaweite Notrufnummer lautet – auch bei Badeunfällen: 112.

Dass Ertrinkende laut rufen und wild mit den Armen schlagen, stimmt übrigens oft gar nicht. Meistens sind sie so kraftlos, dass sie nur noch mühsam versuchen, sich über Wasser zu halten. Das erkennen Sie daran, dass der Kopf des Schwimmers immer wieder kurz unter der Wasseroberfläche verschwindet.

Ganz wichtig: Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr!

Nachdem Sie den Notruf gewählt haben, können Sie auch selbst helfen. Wichtig hierbei ist aber: Nicht selbst in Gefahr bringen. Falls Sie noch ihre Kleidung anhaben, sollten Sie erstmal alles ausziehen, was sich mit Wasser vollsaugen kann. Wenn Sie kein guter Schwimmer sind, holen Sie sich auf jeden Fall Unterstützung. Bei der Rettung am besten einen Gegenstand mitnehmen, der auf dem Wasser schwimmt – zum Beispiel einen Rettungsring, ein Surfbrett oder auch eine Luftmatratze.

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