STAND
AUTOR/IN

Der Siegeszug der LED macht auch vor der Weihnachtsbeleuchtung nicht halt. Jetzt vor dem Fest ist die Auswahl an LED-Lichterketten schier unüberschaubar. Wir sagen Ihnen, wie Sie die passende Lichterkette finden und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Stomverbrauch

Ob Sie tatsächlich von der klassischen Birne auf eine LED-Lichterkette umsteigen bleibt Geschmackssache. Fest steht, dass LED-Lichterketten bis zu 90 Prozent weniger Strom verbrauchen. Die Verbraucherzentrale rechnet vor, dass bei herkömmlichen Lichterketten 15 Euro oder mehr pro Saison an Stromkosten entstehen können.

Vergleichsmsessung LED- und herkömmliche Lichterkette (Foto: dpa Bildfunk, Thilo Schmülgen)
Messgeräte zeigen den Stromverbrauch von herkömmlichen und LED-Lichterketten in einem Labor des TÜV Rheinland in Köln. Thilo Schmülgen

Bei einer gleichwertigen LED-Lichterkette liegen die Kosten für den Betrieb bei runden zwei Euro. Ein weiterer Grund für die LED ist die deutlich längere Lebensdauer der Leuchtmittel. Experten gehen bei Glühlampen von runden 1.000 Stunden aus, eine LED hält bis zu 100 mal länger.

Nachteile von LED-Ketten

Ein Nachteil beim Umstieg auf die LED-Lichterketten ist, dass defekte LEDs nicht so einfach ausgetauscht werden können. Zwar funktioniert die Kette auch mit defekten LEDs weiter, ein Tausch des Leuchtmittels wie bei den Glühbrinchen ist aber nicht möglich. Ein Grund nicht umzusteigen ist für viele die als sehr kalt wahrgenommene Lichtfarbe der Leuchtdioden.

Richtige Farbtemperatur wählen

Keine Sorge, auch LED-Lampen können für eine gemütliche Atmosphäre sorgen.

Verbraucherzentrale

Unter 3.500K(elvin) wirkt das Licht wärmer, zwischen 3.500 und 5.300 K spricht man von "neutralweißem", relativ kaltem, Licht und bis 8.000K emittieren die Dioden "tageslicht-weißes" Licht. Achten Sie also beim Kauf auf die Bezeichnungen "warmweiß" oder einen entsprechenden Farbwert auf der Verpackung.

Batterien vermeiden

Der niedrige Stromverbrauch der Leuchtdioden bringt es mit sich, dass viele Hersteller ihre LED-Lichterketten auch mit Batteriebetrieb anbieten. Beim Betrieb entsteht allerdings Sondermüll in Form von verbrauchten Batterien. Setzen Sie also, wo immer möglich 230V-Varianten ein oder verwenden Sie Akkus. Richtig teuer wird die Beleuchtung mit einzelnen batteriebetriebenen Baumkerzen, die drahtlos mit einer Fernbedienung angesteuert werden können. Davon raten die Experten der Verbraucherzentrale ebenfalls ab: "Batteriestrom ist 150-mal teurer als Strom aus der Steckdose, wodurch das erzeugte Licht extrem teuer ist."

Außenbereich

LED-Kerzen-Lichterkette (Foto: dpa Bildfunk, Oliver Berg)
Ob eine LED-Lichterkette für den Außenbereich geeignet ist, darüber gibt die entsprechende "Schutzklasse" auf der Verpackung Auskunft. Oliver Berg

Im Außenbereich dürfen zu Vermeidung von Kurzschlüssen durch Regen oder Schnee nur Lichterketten mit einer entsprechenden Schutzart eingesetzt werden. Eine draußen verwendete 230-Volt-Lichterkette sollte mindestens über die Schutzart "IP44" verfügen.

"IP44" steht damit für: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser größer-gleich einem Millimeter und einem Schutz gegen allseitiges Spritzwasser. Das entsprechende Symbol der Schutzart "IP", ein Wassertropfen in einem Dreieck, findet sich neben der Schutzklasse auf der Verpackung und gegebenenfalls auf dem Netzteil. Achten Sie darauf, diese Lichterketten ausschließlich mit den mitgelieferten Stromadaptern zu betreiben. Eine Alternative für Draußen können solar-getriebene Lichterketten sein.

Sichere Lichterketten erkennen

Egal für welche Art von Lichterketten Sie sich letztlich entscheiden, achten Sie unbedingt auf eine entsprechende Kennzeichnung: "Einen Hinweis auf die Zuverlässigkeit eines Produkts gibt das Prüfsiegel GS (geprüfte Sicherheit). Auch ein VDE-Prüfzeichen oder ein TÜV-Siegel sind gute Auswahlkriterien. Mit dem CE-Zeichen bestätigen Hersteller dagegen nur, dass sie sich selbst verpflichtet haben, geltende EU-Richtlinien einzuhalten." Weiter empfehlen die Experten beim Kauf auf eine deutsche Anleitung ebenso zu achten, wie die in der Anleitung angeführten Sicherheitshinweise im Umgang mit den Ketten. Außerdem sollte der Name des Herstellers genannt werden. Diese Punkte, so die Verbraucherzentralen, geben ein gewisses Maß an Sicherheit beim Einkauf.

Ein bisschen Komfort

Wer nicht immer den Stecker von Hand ziehen möchte, der verbaut zwischen Stromnetz und Lichterkette einen entsprechenden Schalter oder eine elektronische Zeitschaltuhr. Ebenfalls deutlich mehr Schaltkomfort bieten zum Beispiel per Fernbedienung oder App schaltbare Steckdosen. Kommen diese Helferlein im Außenbereich zum Einsatz, müssen sie ebenfalls entsprechend dafür geeignet sein und über eine entsprechende Schutzklasse verfügen.

STAND
AUTOR/IN