Click and Collect in Amsterdam (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Remko de Waal)

Einkaufen in Zeiten der Pandemie

So funktioniert Click and Collect

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Der Lockdown stellt alle, die mehr als Lebensmittel einkaufen wollen, vor größere Probleme. Der Grund: Die Geschäfte sind dicht. Inzwischen bieten aber viele Händler das sogenannte „Click and Collect“ an.

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Die Click-and-Collect-Bestellung geht meist telefonisch, per Mail oder im Online-Shop der Unternehmen. Bei manchen Händlern kann auch per WhatsApp oder über die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Instagram bestellt werden, erläutert SWR-Wirtschaftsredakteur Tobias Frey. "Da gehe ich dann auf die Facebook-Seite des Händlers und schreibe ihm eine Nachricht. Was sehr lustig ist: Manche bieten sogar noch die Bestellung per Fax an. Dann schreibe ich also ein Fax und schicke so meine Wünsche an den Händler." Der Händler oder das Unternehmen meldet sich nach dem Eingang der Bestellung normalerweise beim Besteller und teilt mit, wann und unter welchen Bedingungen die Ware bei ihm abgeholt werden kann.

Händler machen gute Erfahrungen

"Der riesige Umsatzbringer ist Click and Collect natürlich nicht, das haben mir zum Beispiel der Handelsverband Rheinland-Pfalz und ein Händler aus Mainz bestätigt," sagt Wirtschaftsredakteur Tobias Frey. Für Olaf Decker von Lederwaren Klein aus Mainz ist Click and Collect trotzdem eine gute Option: "Es ist schön zu sehen, dass die Solidarität der Kunden weiterhin da ist. (…) Aber manchmal kommt auch fast keiner und deshalb reichen diese Umsätze nicht." Der Händler hofft darauf, dass auch nach der Pandemie der digitale Bestellweg neben dem Ladengeschäft zum Standbein wird.

Click and Collect bei Ikea (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Rupert Oberhäuser)
Bei Click and Collect werden die Bestellungen zum Teil komplett kontaktlos übergeben. Rupert Oberhäuser

Das Problem bei vielen Händlern ist, so SWR-Wirtschaftsredakteur Tobias Frey, dass sie aktuell nur rund ein Zehntel des Umsatzes im Vergleich zu vor der Pandemie machen. "Denn die Menschen wollen eben in die Läden gehen. Sie wollen die Produkte mal anfassen, mal anprobieren und das ist eben auch weiterhin nicht möglich. Das merken die Händler in der Kasse." Click and Collect kann, so seine Einschätzung, das klassische Geschäft und die Umsätze nicht ersetzen. Aber das System erweist sich für die Händler in Sachen Kundenbindung als extrem wichtig. Das bestätigt auch Annette Plachetka von Schuh Passion in Mainz: "Es ist nur der Tropfen auf den heißen Stein. Aber wir sind dankbar für jedes verkaufte Teil. (…) Ich bin auch seit dem Lockdown immer im Geschäft von 10 bis 15 Uhr, um zu zeigen - ich bin da!"

Service-Gebühren

Wer per Click and Collect einkauft, sollte vor allem darauf achten, ob der Händler für den Abholservice zusätzliche Gebühren verlangt. Oft wird die Gebühr als Service-Pauschale bezeichnet. Die erhebt zum Beispiel die Möbelkette IKEA in Höhe von 10 Euro für online bestellte und im Möbelhaus vorgepackte Bestellungen. Dort gab es die Gebühr aber auch vor der Pandemie für diese Leistung schon. Auch andere Händler begründen die Gebühren damit, dass Mitarbeiter die Waren für die Kunden zusammenstellen und dann auch übergeben müssen, weshalb eine solche Pauschale fällig wird. SWR-Wirtschaftsredakteur Tobias Frey rät deshalb konkret: "Augen auf beim Bestellen und darauf achten, ob es eine Gebühr für Click and Collect gibt und wenn ja, wie viel Geld ich für diesen Service bezahlen muss."

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