Ein Hund schaut aus einem Zelt, die Beine seiner Besitzerin schauen raus (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

In fremden Gärten

Wie Sie Zeltplätze in Privatgärten finden

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Wer nicht auf einem offiziellen Campingplatz übernachten möchte, kann bei "ZeltzuHause" Stellplätze für Zelte oder Wohnmobile in Privatgärten finden. Betreiberin Nina Hayder erklärt, wie das geht.

SWR1: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, so eine Plattform ins Leben zu rufen?

Nina Hayder: Ich war vor meiner Gründung reisen und in verschiedenen Ländern unterwegs. Dabei habe ich viel gecampt – und festgestellt, dass man in den meisten Ländern ganz einfach Plätze dafür findet, sowohl zum Zelten als auch für sein Campingfahrzeug. Ich war vorher auch ein bisschen in Deutschland unterwegs und finde, dass das hier total fehlt. Man hat einfach viel zu wenige Campingmöglichkeiten.

SWR1: Wie ist denn die Resonanz?

Hayder: Die Resonanz war auch schon vor Corona super gut. Durch Corona hatten wir zwei Monate kompletten Ausfall. Da durfte man keinen Platz in seinem Garten vermieten. Das ist inzwischen wieder anders. Man kommt bei dieser Art des Campings nicht mit so vielen Leuten in Kontakt. Die Ansteckungsgefahr ist also sehr gering.

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SWR1: Wie genau müssen wir uns das vorstellen? Wenn ich zum Beispiel einen Garten in Bad Neuenahr-Ahrweiler habe und möchte den für Camper zur Verfügung stellen. Wie funktioniert das?

Hayder: Sie können sich direkt auf der Webseite registrieren. Dort melden Sie sich einmal mit Ihrer E-Mail-Adresse an. Anschließend können Sie den Punkt "Werde Gastgeber*in" anklicken und dann werden Sie durch ein Formular geleitet, in dem alle Informationen abgefragt werden. Die Anzeige können Sie ganz individuell auf Ihren Platz abstimmen.

SWR1: Muss der Garten eine bestimmte Größe haben?

Hayder: Nein, aber ein Ein-Mann-Zelt sollte schon mindestens hereinpassen. Wir haben auch Leute, die bieten ihre Terrasse an. Das ist ja ein bisschen das Besondere an "ZeltzuHause": Man muss nicht unbedingt sein eigenes Zelt oder Wohnwagen mitbringen. Man kann auch einen Platz finden, wo der Gastgeber das Zelt gleich mit vermietet.

Wohnmobile in einem Garten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Wer selbst einen großen Garten hat, kann ihn anderen zum Campen und Zelten zur Verfügung stellen.

SWR1: Wenn dann jemand bei mir sein Zelt oder Camper in den Garten stellt: Geht der dann auch bei mir auf die Toilette?

Hayder: Eine Toilette sollte den Campern zur Verfügung stehen. Es sei denn, Sie bieten nur Stellplätze für Wohnmobile an. Die haben in der Regel selbst Sanitäranlagen. Es gibt viele Grundstücke, die zum Beispiele noch eine Gästetoilette im Garten haben. Das kann auch ein Campingklo oder eine Komposttoilette sein.

SWR1: Dass man sich duschen, waschen und zur Toilette gehen kann, sind Voraussetzungen?

Hayder: Die Dusche nicht. Wenn man schon mal länger unterwegs war, weiß man, dass man nicht jeden Tag duschen kann und muss. Wenn man Zeltplätze anbietet oder Plätze für Campervans, dann sollte eine Toilette vorhanden sein.

SWR1: Wie ist das denn andersherum, wenn ich einen Platz für mein Zelt suche?

Hayder: Auch dann einfach auf der Webseite registrieren. Anschließend kann man aussuchen, in welches Bundesland es gehen soll. Außerdem kann man "Besonderheiten" angeben, zum Beispiel, wenn man einen Hund dabei hat. Oder Sie möchten gerne grillen – so können Sie dann die Suche einschränken. Dann können Sie aus den Suchergebnissen einen Platz auswählen und buchen. Sobald dieser bezahlt worden ist, bekommen Sie per E-Mail die Kontaktdaten ihres Gastgebers.

Weitere Informationen finden Sie auf zeltzuhause.de.

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