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Achtung, Online-Abzocke Die Betrugsmaschen im Internet

SWR1-Redakteurin Sandra Karch will eigentlich nur ihren ausgedienten Kinderwagen auf einem Kleinanzeigenportal verkaufen. Als Interessent meldet sich Cristiano aus Mailand. Die Fragen zum Objekt sind schnell geklärt - doch dann passiert Merkwürdiges.

Denn als es um die Abholung geht, wird Karch skeptisch: Der Kinderwagen soll nach Mailand geschickt werden, dafür würde Cristiano eine Spedition anfragen. Doch jetzt stellt sich angeblich die Spedition quer, habe keinen Termin frei und würde nur einen Abholtermin vereinbaren, wenn vorab eine Provision bezahlt werde. Christiano bittet Karch, diese Summe - 400 Euro - zu übernehmen. Das Geld - die 400 Euro plus 200 Euro für den Kinderwagen - wolle er auf ein Konto der Western Union Bank überweisen, schreibt Cristiano an Karch. Den Nachweis in Form einer Überweisungskopie schicke er per Mail.

Nach diesen Forderungen zieht sich Karch aus dem Geschäft zurück - und wäre trotzdem fast auf diese Betrugsmasche hereingefallen.

Der Fall ist kein Einzelfall - und es kursieren weitere Maschen im Internet.
Wir haben mit Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz gesprochen, auf was man bei Geschäften im Internet achten sollte!

"Früher hatten wir viel mit Fake-Shops zu tun, also Shops, wo ich Ware bestelle, Vorkasse leiste - die Ware aber nie bekomme", sagt Gollner - mittlerweile träfe man diese Betrugsmasche auch bei Ferienwohnungen und Online-Reisebüros an. Der Tipp der Verbraucherzentrale: Viele Online-Anbieter wirkten im Netz sehr seriös und professionell. Deshalb gelte es, Folgendes zu beachten:

  • Schauen Sie immer in das Impressum - gibt es die genannte Adresse überhaupt? Ist sie vielleicht in Hongkong oder woanders in der Welt? Dann seien Sie bei der Buchung sehr vorsichtig. Auch eine Adresse in Deutschland schließt einen Betrug nicht aus.
  • Informieren Sie sich über den Anbieter bei Google und geben Sie - in Kombination mit "Probleme" oder "Abzocke" - den Namen des Anbieters an. Vielleicht sind schon andere Menschen Opfer geworden und haben darüber berichtet.

Geld zurück?

Wenn man reingefallen ist und schon bezahlt hat, ist es fast unmöglich wieder an das Geld zu kommen, so Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Meistens soll der Käufer überweisen und eine Überweisung kann nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden, wie beispielsweise eine Lastschrift. Bei einer Zahlung per Kreditkarte oder Paypal ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie Ihr Geld zurückbekommen.