Fruchtfliegen auf Schale mit Saft (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendienst)

Plage trotz Kälte Wie kann man Fruchtfliegen bekämpfen?

Trotz kaltem Wetter bevölkern sie noch in Scharen unsere Küchen. Fruchtfliegen gibt es zu jeder Jahreszeit. Wir verraten woher sie kommen und wie man sie wieder loswird.

Jeder kennt das ewige Leid, wenn plötzlich wieder hunderte kleine Fruchtfliegen auf dem Obstkorb herumschwirren. Die kleinen Plagegeister scheinen sich unermüdlich zu vermehren und sich bei jedem Wetter gerne bei uns einzunisten. Mit diesen Tipps aus unserer Umweltredaktion sollten Sie die Fliegen allerdings schnell wieder loswerden.

Warum gibt es Fruchtfliegen auch im Winter?

Die meisten Insekten fallen im Winter entweder in die Winterstarre oder können nicht überleben. Auch Fruchtfliegen mögen keine kalten Temperaturen. Je kühler es wird, desto langsamer wird der Entwicklungszyklus der Fruchtfliege. Bei idealen 25 Grad dauert es nur zehn Tage, bis sich aus dem Ei eine Larve und daraus eine Fruchtfliege entwickelt. Bei nur fünf Grad weniger, also 20 Grad, braucht sie schon fast doppelt so lange. Doch erst bei Temperaturen unter zehn Grad vermehren sich die Fliegen nicht mehr. Trotzdem ärgern wir uns nur all zu oft auch im Herbst und Wintern mit den Fruchtfliegen herum. Das liegt vor allem daran, dass nicht nur in unseren Küchen sondern auch in den meisten Supermärkten und Lagerhallen Temperaturen herrschen, die den Insekten das Überleben ermöglichen.

Wie kommen Fruchtfliegen in die Wohnung?

Meistens schleppen wir die Fliegen durch den Einkauf aus dem Supermarkt ein. Schon ein einzige Fliege, die vielleicht auf einem Stück Obst in den Einkaufskorb gelangt, kann schnell zur Fruchtfliegenplage führen, denn ein einziges Weibchen kann bis zu 400 Eier auf faules Obst legen. Wenn die Eier erstmal geschlüpft sind, können die Fliegen bis zu einer Woche überleben. Allerdings nur, wenn sie ausreichend Nahrung finden. Ohne Nahrung überlebt die Mini-Fliege keine 24 Stunden.

Wie wird man sie wieder los?

Ist die Invasion in vollem Gange, gibt es ein paar Regeln, an die man sich halten sollte, um die ungewünschten Bewohner wieder loszuwerden. Zunächst sollte Obst sofort gegessen oder abgedeckt werden. Obst verströmt einen leichten Essiggeruch, den Menschen nicht wahrnehmen können. Doch dieser Geruch zieht Fruchtfliegen schon bevor die ersten Druckstellen zu sehen sind an. Auch Saft und Wein sollte man nicht offen stehen lassen. Selbst Teller oder Messer, an denen noch Obstfasern haften, sind für die Fliegen ein gefundenes Fressen. Deshalb sollte man Geschirr schnell wegräumen und auch die Spülmaschine häufig laufen lassen. Auch Biomüll und Kaffeefilter sind beliebte Brutplätze und sollten daher so oft wie möglich entleert werden. Aus einem kleinen Schälchen mit Saft, Essig und Spülmittel kann man außerdem eine effektive Fruchtfliegenfalle basteln. Mit etwas Geduld ist man die Biester dann auch bald wieder los.

Sind Fruchtfliegen gesundheitsschädlich?

Auch wenn sich viele Menschen vor Fruchtfliegen ekeln, geht von ihnen keinerlei Gesundheitsgefahr aus. Denn im Gegensatz zu einigen anderen Insektenarten übertragen sie keine Krankheiten. Es ist also vollkommen ausreichend das Obst einfach abzuwaschen, vorausgesetzt es ist noch nicht verfault. Sollte man doch mal versehentlich eine Larve oder ein Ei verspeisen, sollte das keine Konsequenzen haben und man wird es wahrscheinlich nicht einmal bemerken. Auch wenn die Vorstellung ekelerregend ist, passiert das häufiger als gedacht.

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