Verschiedene Brot und Brötchen Sorten liegen auf einem Stapel. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)

Umstrittene Backmischungen Fertig-Brötchen können krank machen

Mit einer Fertigmischung gelingen Brötchen schnell und verlässlich. Auch Bäckereien setzten vermehrt darauf. Jedoch stehen viele Zusatzstoffe im Verdacht Allergien und Krankheiten auszulösen.

Rund 200 Zusatzstoffe sind laut EU-Gesetzen in unseren Brötchen erlaubt. Nicht alle müssen deklariert werden. Besonders für Bäckerei-Kunden ist es schwierig nachzuvollziehen, was sie gerade eigentlich zu sich nehmen.

Sollte doch eine Liste der Inhaltsstoffe einsehbar sein, finden sich Begriffe, die man nicht unbedingt mit einem Brötchen in Verbindung bringt, wie etwa Natriumacetat oder Diglycerid.

Diese und viele andere Zutaten führen bei Konsumenten mitunter zu Unverträglichkeit, Bauchschmerzen, Blähungen, Allergien, Magendarmerkrankungen und Diabetes.

Backmischungen beliebt wie Tütensuppen und Fertigpizza

Experten kritisieren die hohe Anzahl der Zusatzstoffe. Ernährungsmediziner Mathias Riedl bemängelt, dass Brötchen so längst ein Industrieprodukt geworden seien.

Vom Naturprodukt, das mit Handarbeit produziert wurde, habe sich das Brötchen längst wegentwickelt. Ein Brötchen aus der Tüte rangiere mittlerweile gleich hinter Tütensuppen und Fertigpizza.

"Billiges Brot macht Bauchschmerzen"

Doch es geht auch anders: Traditionelle Backstuben setzen auf Verzicht und Zeit. So wird etwa auf Ascorbinsäure verzichtet, die das Mehl schneller "reifen" lässt und backfähig macht. Auch darf der Teig länger ruhen. Dadurch bauen sich viele allergene Stoffe ab.

Dauer

Billiges Brot macht Bauchschmerzen, sagt Professor Detlef Schuppan von der Uni Mainz. Er geht der Frage nach, warum immer mehr Menschen Backwaren schlecht vertragen.

"Wir haben kurze Gärzeiten, wenig Fermentation durch Enzyme, die zum Beispiel Allergene abbauen. Für empfindliche Menschen sind industrielle Massenprodukte daher eher ungünstig, als ein traditionell hergestelltes Produkt."

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