VHS-Videokassetten (Foto: SWR, SWR - M.Netscher)

VHS goes mpeg4 Video-Bänder digitalisieren

Wie bekommen Sie Ihre alten VHS-Filme auf DVD, Blue-Ray oder sogar auf Ihr Smartphone, Tablet-PC & Co.? Wir erklären es Ihnen!

Um den Inhalt einer Videokassette auf DVD/Blue-Ray zu bannen, müssen Sie diese Kassette entweder abspielen und mit dem PC aufnehmen – man spricht vom sog. "Grabbing" - oder sie lesen sie z.B. über einen Festplattenrekorder mit DVD-Brenner ein. Eine dritte Möglichkeit wäre es, die Kassette vom Profi überspielen zu lassen.

Neben einem passenden Abspielgerät (i.d.R. Videorekorder), einem leistungsfähigen PC mit USB-Eingang (mind. USB 2.0) und ca. 15GB/Stunde Festplattenplatz, benötigen wir einen sog. "(Frame-) Grabber". Dieses kleine Gerät "übersetzt" die vom Videorekorder ausgegebenen Analogsignale in den Computer. USB-Grabber sind ab ca. 20 Euro online und im Fachhandel zu haben. Außerdem benötigen sie entsprechende Adapterkabel, um den Grabber anschließen zu können (ca. 10 Euro).

VHS Bänder mit hilfe eines Videograbbers digitalisieren (Foto: SWR, SWR - M.Netscher)
"Videograbber" übertragen die analogen Bild- und Tonsignale auf den Computer. Grabber gibt es ab rd. 20 Euro im Fachhandel. SWR - M.Netscher

Eine Sonderstellung nehmen digitale Video-Medien, wie Mini-DV o.ä. ein. Diese können i.d.R. direkt via USB oder Fire-Wire in den Computer oder auf einen DVD-/HDD-Rekorder übertragen werden.

Im Weiteren beschränken wir uns zunächst auf die Erläuterung der Vorgehensweise am Beispiel einer VHS-Kassette. Hi8-, BetaMax- oder VHS-C Kassetten werden ähnlich kopiert.

Leider hat das in VHS-Kassetten verwendete Magnetband die Eigenschaft, über die Jahre oder bei unsachgemäßer Lagerung zu verkleben. Im schlimmsten Falle verursacht eine defekte Kassette Bandsalat und reißt. Das wäre dann ggf. ein Totalverlust Ihrer Aufnahmen. Außerdem können dabei die empfindlichen Videoköpfe ebenfalls Schaden nehmen. Um eine Kassette optimal auf die Abtastung vorzubereiten, spulen Sie diese in jedem Fall einmal komplett durch.

Gerissenes oder beschädigtes Bandmaterial lässt sich mit etwas handwerklichem Geschick selbst reparieren. Gute Anleitungen finden sich bei Youtube oder sogar bei entsprechenden Digitalisierungs-Profis, wie z.B. dem vinett-video Mediaservice aus Leipzig.

Bevor Sie mit dem "Grabbing" beginnen, stellen Sie sicher, dass ihr Rekorder ebenfalls einwandfrei funktioniert. Oftmals ist eine Reinigung der Videoköpfe unumgänglich. An dieser Stelle sei davor gewarnt als Laie zu versuchen, die Videoköpfe - z.B. eines VHS-Rekorders - selbst zu reinigen. Wer auf Nummer sicher gehen und das Maximum an Qualität aus dem Material herausholen möchte, sollte die Reinigung und Justierung einem Profi überlassen. Eine professionelle Reinigung ist ab ca. 30 Euro im Fachbetrieb möglich. Die tatsächlich entstehenden Kosten hängen aber stark von der Art und dem Zustand des Laufwerkes ab.

Alternativ können Sie eine Reinigungs-Kassette verwenden, deren Nutzen jedoch z.T. umstritten ist. VHS-Reinigungs-Kassetten gibt es ab ca. 10 Euro online oder im Fachhandel.

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