Unterricht im Dunkeln Warum die Winterzeit sinnvoller ist

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2021 soll die Zeitumstellung abgeschafft werden. Das hat das Europaparlament nun beschlossen. Viele Deutsche hätten gerne die dauerhafte Sommerzeit - doch Schlafforscher warnen vor den Folgen.

Eine Frau schläft im Bett, auf dem Nachttisch steht ein Wecker. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Laut Wissenschaftlern ist eine dauerhafte Winterzeit besser für den Menschen und seinen Schlaf. picture-alliance / dpa -

Eine ewige Sommerzeit klingt im ersten Moment traumhaft: Die warmen Sommerabende werden noch länger, nach der Arbeit kann man noch lange mit Freunden zusammensitzen und die vielen zusätzlichen Sonnenstunden versorgen uns mit ausreichend Vitamin D, um für den Winter vorzusorgen.

Allerdings hätte diese Umstellung auch Schattenseiten und zwar wortwörtlich. Während es im Sommer länger hell bleiben würde, würde es dementsprechend im Winter morgens länger dunkel bleiben. Die Sonne würde erst nach 9 Uhr aufgehen, wodurch der Berufsverkehr während der Dunkelheit wäre, und die erste Schulstunde sowie das erste Büromeeting würden im Dunkeln stattfinden.

Was spricht für die Winterzeit?

Die dauerhafte Winterzeit ist für uns in Deutschland ohnehin besser, da sie dem menschlichen Biorhythmus entgegenkommt. Im Sommer gehen wir oft viel zu spät ins Bett, obwohl wir morgens früh aufstehen müssen. Mit der Zeit kann das zu chronischem Schlafmangel führen, einer Beeinträchtigung von Konzentration und Leistungsfähigkeit; außerdem kann es zu Bluthochdruck oder Stimmungsschwankungen kommen.

Schlafforscher sind der Ansicht, dass die Winterzeit besser wäre. Es fällt uns leichter mit Tageslicht in den Arbeitsalltag zu starten und produktiver zu sein. Auch wenn der Tag dann sehr früh beginnen würde - was zugegebenermaßen für viele Morgenmuffel ein Verdruss wäre - könnte man doch gerade diese Stunden an heißen Tagen wunderbar für ein wenig Sport oder das Durchlüften der Wohnung nutzen.

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