Tipps zum Fotografieren So gelingen die schönsten Silvester-Fotos

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Egal ob mit Smartphone oder Profi-Kamera: Wer das Silvester-Feuerwerk nicht nur betrachten, sondern auch in Bildern festhalten möchte, für den haben wir einige Tipps gesammelt!

"Happy New Year" (Foto: colourbox.de - Narongsak Yaisumlee)
"Happy New Year" colourbox.de - Narongsak Yaisumlee

So schön das Feuerwerk sich ansehen lässt, so schwierig lässt es sich auf einem Foto festhalten. Aber keine Sorge, Feuerwerke zu fotografieren ist leichter als sich vermuten lässt. Mit den richtigen Tricks lassen sich im Handumdrehen gute Fotos machen.

Handschuhe nicht vergessen

Bevor es losgeht, sollte man sich um die richtige Ausrüstung kümmern. Und die beginnt nicht erst bei der Wahl der Kamera! Besonders zu dieser Jahreszeit ist es nachts extrem kühl und längere Wartezeiten lassen sich beim Vorbereiten auf das Feuerwerk kaum vermeiden. Damit Sie vor lauter Kälte den Spaß am Fotografieren nicht verlieren, sollten Sie sich besser warm anziehen. Für Fotografen gibt es spezielle Handschuhe, die die Finger wärmen und mit denen man dennoch die Kamera bedienen kann. Auch eine Thermosflasche mit heißem Tee wird sich immer als eine gute Idee herausstellen.

Handschuhe (Foto: colourbox.de - Donut)
Besonders jetzt im Winter nicht die Handschuhe beim Fotografieren vergessen! colourbox.de - Donut

Auch an grundlegende Dinge sollte gedacht werden, zum Beispiel an einen voll aufgeladenen Akku, ein Extrapack Batterien und eine leere Speicherkarte. Ansonsten kann es schnell frustrieren, wenn man vor Ort ist, alles aufgebaut hat - und dann feststellt, dass der Akku noch zu Hause im Ladegerät steckt.

Ein fester Stand ist unverzichtbar

Möchte man das Fotografieren ein wenig professioneller gestalten, sollte man eine manuell einstellbare Kamera, ein Stativ und eventuell eine kleine Taschenlampe mitnehmen. Aber auch mit dem Smartphone lassen sich mittlerweile sehr gute Ergebnisse erzielen. Besitzt man kein Stativ, kann man sich auch nach einem sicheren Platz für seine Kamera oder seinem Handy umschauen. Denn um gute Bildergebnisse zu erzielen, werden längere Belichtungszeiten benötigt und ohne einen festen Untersatz besteht ein hohes Verwacklungsrisiko der Bilder.

Locationsuche

Jeder stellt sich das ideale Bild anders vor. Je nach Ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen sollten Sie sich rechtzeitig überlegen, an welchem Ort Sie das Feuerwerk fotografieren möchten. Wer ein bestimmtes Motiv im Kopf hat, sollte sich Gedanken machen von welcher Seite das Feuerwerk das Motiv am besten in Szene setzt und von wo man den besten Blick hat.

Nicht vergessen sollte man auch, das Sie sich an besonders beliebten Plätzen den Platz und das Motiv auch mit vielen anderen Fotografen teilen müssen. Möchten Sie dennoch daran festhalten, dann sollten Sie sich früh genug einen guten Platz sichern. Besonders bei professionell organisierten Feuerwerken ist der Andrang groß. Nicht nur Fotografen, sondern auch "einfache Zuschauer" möchten hier den besten Blick haben.

Wem es hauptsächlich darum geht, möglichst viele Raketen festzuhalten, für den lohnt sich ein Blick von einer Hochebene auf ein Tal, in dem ein Feuerwerk stattfinden wird. Hier hat man alles bequem im Blick und meistens noch eine interessante Hintergrundkulisse dazu. Was uns zum nächsten Punkt bringt, dem...

...Bildaufbau

Natürlich wirkt ein gelungenes Foto von einer explodierenden Rakete sehr nett, aber mal ehrlich - es wirkt sehr schnell, sehr langweilig. Am besten Sie setzen das Feuerwerk mit einem Motiv im Vordergrund in Szene, damit es nicht zu eintönig wirkt. Bildelemente, die in das Foto hineinragen, können ein Tiefegefühl erzeugen und machen es gleich wenig spannender. Auch Feuerwerke vor berühmten Bauwerken halten den Blick des Betrachters länger im Bild, wenn er vom Feuerwerk zum Bauwerk und wieder zurückwechselt.

Feuerwerk beim Mainzer Johannisfest (Foto: SWR, SWR1 - S. Waldmannstetter)
Feuerwerke in der Nähe von Gewässern reflektieren sich an der Wasseroberfläche und sorgen für eine schöne Spiegelung. SWR1 - S. Waldmannstetter

Auch der berühmte "Goldene Schnitt" kann ein Bild gleich um ein Vielfaches spannender gestalten. Hier kommt es darauf an, dass Sie das Hauptmotiv nicht in die Mitte des Bildes legen, sondern - wenn man den Bildausschnitt in drei gleich große Teile einordnet- sich an einer der äußeren Linien orientiert und hier das Motiv platziert.

Kameraeinstellung

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen wurden und man sich den idealen Platz gesichert hat, stellt sich nun vor allem für Laien die Frage: Wie bringe ich meine Kamera dazu, das zu machen, was ich will? Natürlich gibt es auch hier viele Möglichkeiten, wir wollen uns aber auf eine einfache reduzieren. Auf jeden Fall sollte man sich hier an den manuellen Modus der Kamera herantrauen, der sich meistens hinter dem Buchstaben 'M' im Kameraprogramm versteckt. Hier haben Sie die volle Kontrolle. Auch am Smartphone empfiehlt sich ein manueller Modus. Viele Telefone bieten diesen bereits von Haus aus an, ansonsten gibt es jedoch die Möglichkeit kostenlose Apps zu nutzen, mit denen sich die Belichtungszeiten manuell regeln können (zum Beispiel die kostenlose App für Android Camera FV-5 Lite oder für iOS die kostenpflichtige App ProCam5).

  • Der Blitz sollte in jedem Fall ausgeschaltet werden und bleiben. Da es sich hier meist um größere Entfernungen handelt, stört er mehr, als dass er hilft.
  • Die ISO-Zahl sollte so gering wie möglich ausfallen. Viele Kameras fangen ab ISO 100 oder 200 an, diese Werte sind ideal um unnötiges Bildrauschen zu vermeiden.
  • Als Blende kann man ab der Zahl f/8 aufwärts arbeiten. Generell gilt, je größer die Zahl, desto kleiner wird die Blende, die sich während der Aufnahme öffnet. Eine kleine Blendenöffnung sorgt für mehr Tiefenschärfe, benötigt aber auch längere Belichtungszeiten.
  • Die Belichtungszeiten sollten (je nach Umgebungslicht) zwischen 8 bis 30 Sekunden angesetzt werden. Auf diese Weise lässt sich der Weg einer Rakete vom Start bis zu ihrer Explosion aufzeichnen. Fotografiert man in einer lichtschwachen Umgebung, dann sollte man lieber eine längere Belichtungszeit auswählen. Macht man die Aufnahmen eher im städtischen Umfeld, dann sind ohnehin bereits viele Lichtquellen gegeben, weswegen man hier mit kürzeren Zeiten auskommt.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, bereits vor Mitternacht einige Probeaufnahmen zu machen, um zu sehen ob das Bild Ihren Vorstellungen entspricht. Bereiten Sie bestenfalls alles vor, damit Sie sich wenn das Feuerwerk startet nur noch darum kümmern müssen, von Zeit zu Zeit den Auslöser zu drücken. Nebenher lässt sich dann immer noch mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anstoßen!

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