Sehen und gesehen werden Tipps für die richtige Fahrradbeleuchtung

Für Radfahrer ist sehen und gesehen werden überlebenswichtig. Und besonders besonders in der dunklen Jahreszeit passieren viele Unfälle, weil Radfahrer zu spät gesehen werden.

Wer mit einer schlechten Lichtanlage oder sogar ohne Licht unterwegs ist, geht ein hohes Risiko ein. Lukas Reuscher von der Mainzer Polizei-Fahrradstaffel kennt die Vorschriften genau und weiß, auf was man bei einer sicheren Fahrradbeleuchtung achten muss.

Dauer

Aktive und passive Lichtquellen

Ein Fahrrad braucht zwei aktive Lichtquellen: Das sind ein Frontscheinwerfer mit weißem Abblendlicht und eine Rückleuchte mit rotem Rücklicht. Zusätzlich gehören an das Fahrrad auch passiven Lichtquellen in Form von Reflektoren.

Nahaufnahme eines Fahrradrücklichts. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Reflektoren gehören vorne und hinten ans Fahrrad Thinkstock -

Die richte Frontlampenposition

Frontscheinwerfer sollten so eingestellt sein, dass keine anderen Verkehrsteilnehmer geblendet werden. "Da gilt die Faustregel, dass sich 10 Meter vor meinem Rad während der Fahrt der hellste Fleck befinden sollte. Dann leuchte ich gut aus und blende auch keinen", so Lukas Reuscher.

Blinklichter als Beleuchtung?

Das Licht am Fahrrad muss dauerhaft leuchten. "Blinkende Lichter könnten den nachfolgenden Verkehr oder andere Verkehrsteilnehmer ablenken", weiß der Polizist. Verboten sind sie nicht und man darf sie nutzen, aber nur als sekundäres Licht, um sich für den Verkehr noch sichtbarer zu machen. Und das gilt auch nur, wenn das Blinklicht am Körper getragen wird. Das gilt zum Beispiel auch für Helme mit einer integrierten Lichtfunktion. Sie ersetzten keine Fahrradbeleuchtung!

Reflektierende Kleidung

Trage der Fahrradfahrer zusätzlich noch reflektierende Kleidung, würde nicht nur das Fahrrad wahrgenommen, sondern auch die Person, die darauf sitzt, sagt Reuscher. Das sei besonders wichtig, wenn der Fahrradfahrer beispielsweise ein Handzeichen zum Abbiegen gibt oder um erkennen zu können, in welche Richtung er gerade schaut. Es gibt mittlerweile auch Bürokleidung, in der Reflektorstreifen bereits eingenäht sind.

Beleuchtung nachrüsten

Wer sein Fahrrad nachrüsten möchte, muss nicht unbedingt zur dynamobetriebenen Variante greifen, sagt Sara Tsudome, Geschäftsführerin ADFC Rheinland-Pfalz. Mittlerweile seien auch batteriebetriebene Fahrradbeleuchtungen für den Straßenverkehr zugelassen und durch ein entsprechendes Prüfzeichen gekennzeichnet. Das Piktogramm besteht aus einer Wellenlinie und einem "K" und einer Nummer. Darauf sollte beim Kauf immer geachtet werden.

Aber geht auch die Billigvariante aus dem Baumarkt? "Für das klassische 'Bahnhofsrad' reicht auch eine günstige Beleuchtung aus dem Baumarkt. Denn auch die günstigen Modelle haben eine ausreichende Lichtstärke", so Sara Tsudome. Bei Kauf sollten Sie aber auf das oben genannte Prüfzeichen achten.

Immer dabei?

Die Beleuchtung immer dabei zu haben sei tagsüber keine Pflicht, so die Geschäftsführerin des ADFC Rheinland-Pfalz. Für den Herbst empfiehlt Tsudome aber auch für tagsüber ein Licht, weil durch Nebel und Regen schnell schlechte Sichtbedingungen auftreten können.

SWR Logo (Foto: SWR)

Sehen und gesehen werden Die richtige Fahrradbeleuchtung

Für Radfahrer ist sehen und gesehen werden in der dunkleren Jahreszeit geradezu überlebenswichtig. Gerade jetzt passieren viele Unfälle oder zumindest gefährliche Situationen.

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