1986 - SWR1 Meilensteine The Bangles - "Different Light"

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Den ersten Titel, "Manic Monday", hat ein gewisser Christopher geschrieben, besser bekannt unter seinem anderen Künstlernamen: Prince. Er hat "Manic Monday" eigentlich für seine eigene Begleitband geschrieben, ist aber mit dieser Aufnahme alles andere als zufrieden. Dann wird er auf die Bangles aufmerksam, die in ihren Live-Shows eine unglaubliche Kraft entwickeln, die den Punk mit Surf-Sound mischen und die zu allem Überfluss auch noch sehr hübsch aussehen.

Prince arrangiert ein Treffen und legt den Bangles einige Songs vor. Susanna Hoffs, Vicki und Debbi Peterson und Michael Steele entscheiden sich für das Lied über den ungeliebten Montag. Es wird die erste Single des Albums und im April 1986 ein zweiter Platz in den USA. Platz Eins bleibt den Bangles da noch verwehrt, denn ganz oben steht Prince, aka Christopher, mit seinem Song "Kiss".

Es braucht keinen Prinzen, um Hits zu landen

Vier weitere Singles werden aus dem Album ausgekoppelt und alle kommen mindestens in die TOP 30 der US-Hitparade. Der größte Erfolg wird "Walk Like An Egyptian". Am 20. Dezember 1986 erreicht der Titel die Nummer Eins in den USA und hält sich vier Wochen ganz oben. So sehr die Fans diesen Titel mögen, für so viel Diskussionen sorgt er allerdings in der Band. Die Entscheidung des Produzenten "Walk Like An Egyptian" von einem Drumcomputer begleiten zu lassen, anstatt von der Schlagzeugerin Debbi Peterson, ist nur einer der Streitpunkte. Heute gilt der Titel zwar neben "Eternal Flame" als der erfolgreichste Bangles-Song, aber auch als Anfang vom langen Ende der Gruppe.

Kommerzielle Popmusik und einige Perlen

Zwischen den Blockbuster-Singles des Albums finden sich lauter musikalische Perlen, die zeigen, dass die Bangles weit mehr sind, als eine künstlich zusammengesetzte Girlgroup. Der Titelsong "In A Different Light" ist kraftvoll und ungeschliffen, klingt, wie die Bangles vor ihrem kommerziellen Durchbruch. "Return Post" scheint geradewegs aus den Sechzigern zu kommen, inspiriert von den Beach Boys, den Beatles oder den Mamas & Papas. Wenn die Zeit gerade nur für einen Song des Albums reicht, dann empfehle ich "Following", die fünfte und letzte Single des Albums. Bassistin Michael Steele hat den Titel geschrieben, nahezu im Alleingang aufgenommen und eine Folkballade der Extraklasse abgeliefert.

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