Shopping auf Handy, Tablet oder PC Zahlen Apple-Nutzer drauf?

Stimmt es wirklich, dass ich beim Einkaufen im Internet auf meinem Handy einen anderen Preis angezeigt bekommen, als mit meinem PC? Die Verbraucherzentralen haben den Test gemacht.

Mann bestellt mit seiner Kreditkarte und seinem Laptop etwas im Internet. (Foto: Getty Images, Thinkstock - Poike)
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Die wichtigste Erkenntnis der Verbraucherschützer: bei den meisten Online-Händlern spielt es keine Rolle mit welchem Gerät der Preis für ein Produkt abgefragt wird! Auch werden Apple-Nutzer, als vermeintlich zahlungskräftige Kunden, nicht mit höheren Preisen zur Kasse gebeten, erläutert SWR1-Wirtschaftsredakteurin Jutta Kaiser. Die meisten Online-Shops würden bei der Preisgestaltung keinen Unterschied machen, mit welchem Endgerät der Kunde die Seite ansurft.

Zwei Monate lang hatten die Verbraucherschützer 1.500 Artikel in Online-Shops und auf dem Amazon Marktplatz mit fünf verschiedenen Gerätekombinationen verfolgt. Das Ergebnis: Individuelle Preise werden dort nur punktuell eingesetzt und dann auch nur mit Preisunterschieden im Cent-Bereich. Oft waren es dann auch nur gefühlte Preisunterschiede, aufgrund der folgenden Tatsache: Auf Mobilgeräten werden nicht alle Farb- oder Modellvarianten angezeigt - daher wurden auf verschiedenen Geräten auch unterschiedliche Preise angezeigt. 

Entscheidend ist die Uhrzeit

Ein klares Ergebnis der Studie: Die Preise schwanken je nach Tag und Uhrzeit. Zum Beispiel sollte eine Jeans zwischen 80 und 200 Euro kosten, ein Smartphone zwischen 580 und 800 Euro - je nachdem wann die Kunden auf den Artikel klickten. Die Kunden nehmen aber wahr, sie bekommen andere Preise angezeigt, als Freunde oder Bekannte.

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