Psychische Erkrankungen So erkennen Sie Anzeichen einer Depression

Burnout, Befindlichkeit, Überforderung, Depression oder Krise. In der Diskussion um Stress im Alltag und mögliche Folgen vermischen sich viele Begriffe.

Ist Burnout nur ein Modebegriff?

Dr. Manfred Lütz ist Psychotherapeut und sagt in SWR1 Der Vormittag, der Begriff "Burnout" sei heute ein Mode-Begriff. "Wir müssen aufpassen, dass wir in unserer Gesellschaft nicht alle möglichen Phänomene für krank erklären, so dass dann die wirklich Kranken keine Therapieplätze mehr bekommen, wie es in Deutschland mittlerweile ist."

Anzeichen einer Depression

"Depression können und müssen behandelt werden" sagt Dr. Manfred Lütz. Aus medizinischer Sicht ist vor allem die Dauer der Symptome für eine solche Diagnose entscheidend.
Die Deutsche DepressionsLiga e.V. hat eine Liste mit Symptomen aufgestellt. Sobald mehrere davon länger als 14 Tage andauern, rät sie einen Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen:

  • gedrückte Stimmung
  • Interesse- / Freudlosigkeit auch bei sonst angenehmen Tätigkeiten
  • Antriebsmangel
  • geringes Selbstwertgefühl und vermehrte Selbstkritik
  • Schlafstörungen oder stark erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Gefühl, dass alles zu viel ist
  • innere Leere
  • tiefe Verzweiflung, Suizidgedanken

Wie umgehen mit depressiven Angehörigen?

Wenn der Partner/die Partnerin, Eltern oder Freunde an Depressionen erkrankt sind, kann das auch für die Angehörigen belastend sein. Daher...

  • Nehmen Sie als Angehöriger keine Therapeutenrolle ein
  • Lassen Sie sich nicht zu sehr von der Stimmung einnehmen
  • Nehmen Sie weiterhin am sozialen Leben teil
  • Nehmen Sie die Gefühle der Betroffenen ernst und reagieren Sie nicht mit Sätzen wie "Ach, komm schon - stell dich nicht so an".
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