Trockenheit (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)

Nach der Hitzewelle kommt der Regen Wieso Starkregen dem trockenen Boden wenig nützt

Nach den heißen, sonnigen Tagen lechzt die Natur nach Wasser. Allerdings ist der Starkregen genau das, was der trockene Boden jetzt nicht gebrauchen kann.

Wenn in kurzer Zeit viele Liter Wasser auf den trockenen Boden prasseln, kann die Erde das Wasser gar nicht so schnell aufnehmen, erläutert Elke Klingenschmitt von der SWR1-Umweltredaktion. Vor allem bei lehmiger Erde, wird der Boden durch Sonne und Hitze gebacken und hart. Das kann auch zu Problemen im Garten führen.

Große Schäden durch Starkregen

Wenn der Rasen etwa nicht gelockert wurde, kann das Wasser vom Starkregen nach der langen Trockenheit lange stehen bleiben. Auf Böschungen, wo nicht viele Pflanzen wachsen, wird der Boden vom Starkregen abgespült. Dabei können richtig tiefe Rillen entstehen. Im Garten leiden vor allem Pflanzen mit zarten Blättern - wie etwa Tomaten. Blüten werden regelrecht zerschossen, sagt Klingenschmitt. Sie rät deshalb über die Tomaten große Tüten zu stülpen, wenn Starkregen ansteht.

Weinreben in Rheinhessen (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
Starkregen könnte bei den Weinreben Schäden anrichten picture-alliance / dpa -

Weinreben gut mit Wasser versorgt

Auch für Weinreben ist Starkregen ein Problem. Denn Trauben könnten dabei platzen. Wasser benötigen die Pflanzen nämlich nicht. Die Reben haben meist tiefe Wurzeln und sind dadurch ohnehin gut mit Flüssigkeit versorgt. Wenn es stark regnen sollte, besteht die Gefahr, dass es Pilzbefall geben könnte.

Nur bei sandigen Böden verursacht der Starkregen keine gravierenden Schäden. Da rauscht der viele Regen einfach durch bis ins Grundwasser.

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