Bonjour und arrivederci Mit Sprach-Apps fit für den Urlaub?

Keine Ausreden mehr! Mit Sprachlern-Apps ist es so leicht wie nie, neue Fremdsprachen zu erlernen oder eingerostete Kenntnisse aufzufrischen. Aber die Apps haben ihre Grenzen.

Im stressigen Alltag geht es oft drunter und drüber. Meist bleibt keine Zeit für den regelmäßigen Besuch eines Sprachkurses. Sprchlern-Apps können eine Lösung sein. Angebote wie Duolingo, Babbel und Co. erleichtern das Büffeln von Vokabeln und erinnern in regelmäßigen Abständen an die neue Lerneinheit.

Handy, Sprachenlernen (Foto: Colourbox)
Sprachenlernen schnell gemacht: Mit Handyapps zwischendurch Vokabeln pauken!

Doch halten die mobilen Lernapps wirklich, was sie versprechen? Wir haben die Apps unter die Lupe genommen.

Verschiedene Lerntypen brauchen verschiedene Apps

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Fremdsprachen-Lernapps, die einen schnellen Erfolg versprechen. Dabei gehören in Deutschland Babbel, Duolingo und Busuu zu den beliebtesten Lernhelfern. Trotzdem sollte jeder für sich selbst entscheiden, mit welcher App er am besten zurechtkommt. Entscheidend ist, welcher Lerntyp man ist. Während die einen besser mit Bildern und Videos lernen können, sind andere eher auditive Typen und müssen Wörter hören und nachsprechen.

Die Apps selbst versuchen, eine große Bandbreite an Möglichkeiten abzudecken. Keine kann allerdings wirklich allen Ansprüchen gerecht werden. So hilft die kostenpflichtige Anwendung Babbel bei der richtigen Aussprache mit Hilfe einer Spracherkennungssoftware. Die grüne Eule der kostenlosen Duolingo-App erinnert dagegen den Nutzer regelmäßig an seine Lerneinheiten, die viele bunte Bilder beinhalten. Busuu wiederum konzentriert sich auf das gemeinschaftliche Lernen und hat ein großes Netzwerk aus Muttersprachlern aufgebaut.

Sprachenlernen (Foto: Colourbox)
Im fremden Land in der Landessprache nach dem Weg fragen - die Lernapps zeigen wie!

Viele Sprachen im Angebot

Die Sprachangebote der Apps können sich sehen lassen. So bietet Duolingo für deutschsprachige Lerner die drei Weltsprachen Englisch, Französisch und Spanisch an, während man bei Busuu aus zwölf und bei Babbel sogar aus 14 unterschiedlichen Sprachen wählen kann.

Reichen die Apps aus, um eine Sprache zu lernen?

Babbel und Co. bieten dem Nutzer eine Menge Möglichkeiten, die Grundlagen der Sprachen zu verstehen und auf spielerische Weise Vokabeln einzuprägen. Trotzdem gehört eine Menge Motivation und Selbstdisziplin dazu, die Einheiten regelmäßig zu machen. Das ist nicht anders, als wenn man eine Sprache klassisch lernt.

Die Schwächen der Apps

Auch ein paar Kritikpunkte sind bei den Apps aufgefallen. So fragt Duolingo den Nutzer oft unsinnige Sätze ab, die man im Alltag wohl kaum gebraucht, wie etwa "Der Delfin ist hübsch" oder "Ich bin der Käse". Bei Babbel wiederum dauert eine kurze Einheit bereits zehn Minuten und ist somit nicht unbedingt für den schnellen Gebrauch nebenher geeignet. Bei Busuu wiederum gehört natürlich auch ein wenig Mut dazu, mit Muttersprachlern zu reden und auch mal Fehler zu machen.

Sprachenlernen (Foto: Colourbox)
Kurz vor dem Urlaub geübt und dann lässt sich ganz schnell bestellen: "Un caffè per favore!"

Für Restaurantbesuch und Begrüßung reicht es

Unterm Strich bieten die Sprachlern-Apps eine gute Abwechslung zum tristen Auswendiglernen von Vokabellisten. Man kann schnell erste Erfolge erzielen - das motiviert. Sie sind ideal für denjenigen, der nur im Urlaub im Restaurant bestellen will oder wissen will, wie man sich in der Landessprache begrüßt.

Wer sich jedoch wirklich intensiv mit einer Sprache auseinandersetzen will und im Gespräch mehr als nur über das Wetter plaudern möchte, dem bleibt der Weg in die Sprachschule wohl nicht erspart. Aber auch hier können die Apps als zusätzliche kleine Lernhelfer dienen.

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