Flieger (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Klimaneutrales Reisen Einmal Umweltschutz und zurück!

Mal eben schnell mit dem Flieger in den Urlaub oder ans andere Ende der Welt. Was früher teuer und für die meisten kaum bezahlbar war, wird heute zu Tiefpreisen angeboten. Doch der Klimawandel ist aktueller denn je und das schlechte Gewissen reist mit. Welche Auswirkungen hat das auf den Reiseverkehr?

Der Großteil der Flugreisenden ist sich bewusst, dass Fliegen problematisch ist. Doch auch für Klimaschützer ist eine Flugreise nicht immer vermeidbar - sei es für eine wichtige Geschäftsreise oder um Verwandte in Übersee zu besuchen. Allein bei einem Mittelstreckenflug nach Palma de Mallorca wird zirka eine halbe Tonne CO2 in die Luft geblasen.

Viele Fluglinien bieten mittlerweile bereits beim Buchvorgang für ein paar Euro mehr die Option des klimaneutralen Reisens an. Auch auf diese Weise kann zwar CO2-Ausstoß nicht verhindert werden, doch über kooperierende Klimaagenturen kann der eigene Verbrauch zumindest kompensiert werden. Vielen Verbrauchern ist jedoch nicht bewusst, wie das genau funktioniert.

Was passiert bei der CO2-Kompensation?

Der CO2-Kompensierer atmosfair bietet auf seiner Internetseite die Möglichkeit an, den eigenen CO2-Verbrauch der Reise auszurechnen und den Klimaschaden mit einem entsprechenden Geldbetrag abzugelten. Wer etwa von Frankfurt nach Tokyo reist, hat einen ungefähren Verbrauch von 3.400 Kilo CO2 - dafür würden 79 Euro an atmosfair fällig. Für den Flug nach Mallorca wären es rund 14 Euro. Das überwiesene Geld wird von dem Unternehmen in Klimaschutzprojekte investiert, zum Beispiel in erneuerbare Energien.

Dauer

Führende CO2-Kompensierer sind atmosfair und Klima-Kollekte, die mit dem Geld vor allem Energieprojekte unterstützen. Andere Anbieter wie Primaklima geben das Geld an Vereine weiter, die sich für das Wiederaufforsten von Wäldern einsetzen, während Climate Fair sogar die kompletten ökologischen Folgekosten ermittelt und mit dem gespendeten Geld regionale Projekte unterstützt.

Wer übrigens eine lange Kreuzfahrt plant und das eigentlich nur schwer mit seinem Gewissen vereinbaren kann, der kann beruhigt sein: Die Anbieter gleichen nicht nur Flugreisen, sondern auch Kreuzfahrten aus - die noch klimaschädlicher als Flüge sind. Die kompensierten Beiträge können auch von der Steuer abgesetzt werden. Es sollte also eigentlich nichts dagegen sprechen, die Zusatzoption zu nutzen - dennoch wird aktuell weltweit nur zirka ein Prozent aller Flüge kompensiert.

Schiff (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Nicht nur Flugreisen, auch durch Kreuzfahrten werden riesige Mengen CO2 freigesetzt. Picture Alliance
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