Kellerregale (Foto: Colourbox)

Ausmisten statt Aufräum-Kapitulation 8 Tipps gegen das Keller-Chaos

Sie öffnen die Tür zu Ihrem Keller – und bei all dem Gerümpel, der sich dort über die Jahre angesammelt hat, gehen Sie gleich lieber wieder raus, statt aufzuräumen. Die folgenden Tipps von Aufräum-Expertin Claudia Windfelder könnten Ihnen weiterhelfen.

1. Die Frage nach dem "Warum"

Um der Keller-Aktion einen wirklichen Sinn zu geben, klären Sie zuerst für sich, warum Sie den Stauraum aufräumen wollen. Ziele können sein sich, endlich mal wieder Bewegungsfreiheit im Keller zu haben, einen Keller-Stellplatz für das neue Fahrrad. Oder wollen Sie sich einfach wieder freier fühlen, ohne den Ballast im Keller?

2. Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick

Wer am Anfang vom Keller-Chaos überrascht wird, hat den Wunsch nach einer schnellen Lösung. Ordnung schaffen will aber gut geplant sein – und braucht Zeit! Also erst einmal überlegen, was weg kann oder was behalten wird.

3. Holen Sie sich Hilfe

Sie müssen das nicht alleine schaffen – machen Sie aus dem Keller-Entrümpeln eine Familienaktion. Oder holen Sie sich Unterstützung bei Freunden, denn in der Gemeinschaft können Sie sich auch leichter gegenseitig motivieren. Dazu auch der Motivationstipp von Claudia Windfelder: Wenn sich die Begeisterung anfangs noch in Grenzen hält, hilft es potentiellen Unterstützern die ersten Aufräumerfolge zu zeigen.

4. Es muss nicht gleich perfekt sein

Manchmal braucht man mehrere Runden, um zu entscheiden, was aus dem Keller geräumt werden muss. Setzen Sie sich also nicht selbst unter Druck gleich beim ersten Gang in den Keller in jeder Kiste die richtige und endgültige Entscheidung zu treffen, ob der Inhalt auf den Müll kann oder noch bleiben darf. Wichtig ist nur, am Aufräumen kontinuierlich dranzubleiben und über längere Zeit durchzuhalten.

5. Frustfalle Internet

Wer sich so richtig demotivieren will, schaut sich in den Sozialen Netzwerken Vorher-Nachher-Fotos von anderen Menschen an, die in kürzester Zeit Ordnung geschaffen haben. Tun Sie das nicht! Jeder Mensch ist in einer anderen Lebenssituation und hat daher auch unterschiedlich viel Zeit zum Aufräumen. Passen sie Ihren Aufräumplan realistisch an Ihren Alltag an.

Basler Brockenstuben - Innenansichten   (Foto: SWR, Laura Könsler)
Voller Keller - was soll weg? Laura Könsler

6. Was soll weg?

Der Weg zu einem ordentlichen Leben führt über weniger Besitz! Das trifft besonders beim Keller zu, in dem Dinge lagern, die wir eigentlich nicht oder nur selten brauchen. Dinge, an denen Ihr Herz hängt, entrümpeln Sie am besten am Schluss. Denken Sie nur mal kurz an das Ausmisten der alten Familienfotos - anschauen, an die damalige Zeit denken, Gefühle kommen hoch, brauche ich die Fotos noch, … das würde Sie am Anfang der Kelleraktion erst einmal massiv ausbremsen.

7. Wohin mit dem Rest?

Erst nach dem Ausmisten geht es um die folgenden Fragen: Wie soll der Rest im Keller verstaut werden? Soll es dafür eine bestimmte Ordnung geben. Muss ich dafür noch etwas anschaffen wie Regale, Boxen oder Ähnliches? Wie kann ich bestehende Dinge zukünftig als Aufbewahrungsmöglichkeit nutzen?

8. Alles aufgeräumt – und nun?

Wenn Sie sich mit einem aufgeräumten Keller belohnt haben, räumen Sie auch mit alten Gewohnheiten auf. Sonst sieht Ihr Keller ganz schnell wieder so aus wie vor der Aufräum-Aktion. Wer also gerne weiterhin viel einkauft, wird es schnell wieder schaffen, den Keller aufzufüllen. Überdenken Sie Ihre Konsumgewohnheiten – brauche ich die neue Bluse wirklich? Habe ich nicht schon genug davon? Wandert sie oder ihre Vorgängerin nicht auch bald wieder in den "alte Klamotten-Karton" im Keller?

Und jetzt ab in den Keller zum Aufräumen!

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