Die Blätter von Bärlauch, Herbstzeitloser und Maiglöckchen im Vergleich (Foto: Imago, Imago/Manfred Ruckszi -)

Giftige Doppelgänger So unterscheiden Sie Bärlauch und Maiglöckchen

Bärlauch ist anderen Pflanzen zum Verwechseln ähnlich - Pflanzen, die zum Teil hochgiftig sind. Mit der Nase kann man die ungiftige Frühjahrspflanze von den giftigen Doppelgängern unterscheiden.

Insbesondere die Blätter der verschiedenen Pflanzen können den Sammlern in die Irre jagen. Das gilt für

  • den gefleckten Aronstab
  • das Maiglöckchen
  • die Herbstzeitlose.

Bärlauch und die giftigen Doppelgänger

Bärlauch wächst auch in Rheinland-Pfalz im Frühjahr (Foto: picture-alliance / Reportdienste -)
Das Frühjahr ist Bärlauch-Zeit, auch in Rheinland-Pfalz. Die Pflanze wird gerne zu Pesto oder Suppe verarbeitet. Beim Ernten in Wald und Feld genau hinschauen und riechen, damit nur die "Guten" im Kochtopf landen. picture-alliance / Reportdienste - Bild in Detailansicht öffnen
Diese Pflanze ist gefährlich und nur für die Vase gut: das hübsche, aber hochgiftige Maiglöckchen. An den Blüten erkennt man Maiglöckchen schnell, doch das Blattwerk ist dem Bärlauch sehr ähnlich. picture-alliance / Reportdienste - Bild in Detailansicht öffnen
Auch die Blätter der giftigen Herbstzeitlosen ähneln denen von Bärlauch und auch Maiglöckchen. Als tödliche Dosis gelten schon zwei bis fünf Gramm der Samen. picture-alliance / Reportdienste - Bild in Detailansicht öffnen
Der gefleckte Aronstab gehört auch zu den Doppelgängern des Bärlauchs. Die giftigen Blätter - die übrigens nicht gefleckt sein müssen - ähneln den Bärlauch-Blättern, so dass es immer wieder zu Verwechslungen kommt. picture-alliance / Reportdienste - Bild in Detailansicht öffnen

Der gefleckte Aronstab treibt ab März zeitgleich mit dem Bärlauch aus. Ende April kommt dann das Maiglöckchen und auf den Wiesen die Herbstzeitlose dazu. Da der Unterschied mit dem Auge nur schwer zu erkennen ist, muss die Nase ran: "Der starke Knoblauchgeruch ist ein sicheres Erkennungsmerkmal", so der Tipp von SWR-Umweltredakteur Axel Weiß.

Übelkeit, Herzrasen, Herzstillstand

Während der Bärlauch in der Küche zu Pesto oder Suppe verarbeitet wird, sind die anderen Pflanzen giftig. Das Maiglöckchen wird als stark giftig eingestuft, egal ob Blätter oder Blüten. Nach dem Verzehr treten Übelkeit, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwindel und hoher Blutdruck mit Pulsrasen auf. Es kann im schlimmsten Fall zum Herzstillstand kommen.

Außer dem Knoblauchduft unterscheiden sich bei genauerem Hinsehen auch die Blätter von Bärlauch und Maiglöckchen. Während die Blattunterseite beim Bärlauch matt ist, glänzt sie beim Maiglöckchen. Zudem ist das Bärlauchblatt viel weicher als das steife Maiglöckchengrün. Und während beim Bärlauch jedes Blatt an einem einzelnen Stängel wächst, sind es beim Maiglöckchen zwei Blätter pro Stängel.

Die Blätter von Bärlauch, Herbstzeitloser und Maiglöckchen im Vergleich (Foto: Imago, Imago/Manfred Ruckszi -)
Imago Imago/Manfred Ruckszi -

Pflanze für Pflanze ernten

Umweltredakteur Weiß rät also dringend dazu, nicht rasenmäherartig mit der Sense auf Bärlauchernte zu gehen. "Wenn man Pflanze für Pflanze vorgeht, sollten Verwechslungen eigentlich nicht vorkommen."

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