Gescheitert und zurückgekommen SWR1 Leute mit Felix Maria Arnet

Mit seiner Werbeagentur ist er nach 18 Jahren insolvent gegangen ist. Danach fiel er in ein tiefes Loch. Wie Felix Maria Arnet da wieder rausgekommen ist, erzählt er in SWR1 Leute.

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Brutal gescheitert zu sein…

… ist sein Lebensthema. "Brutal gescheitert – Wie der Start in ein neues Leben beginnt" heißt sein Buch, aus dem wir im Wesentlichen zwei Dinge mitnehmen können. Erstens, dass das Scheitern zum Leben dazugehört und zweitens, dass das Scheitern eine gute Voraussetzung für einen Neustart sein kann, egal ob in beruflichen oder privaten Dingen.

Bademantel-Depression

Felix Maria Arnet weiß zumindest, wovon er spricht beim Thema Scheitern. Er ist war Geschäftsführer einer mittelständischen Werbeagentur – 40 Mitarbeiter, großes Einkommen. Und dann ging es bergab. Richtig bergab. Bis hin zur fast kompletten Mittellosigkeit und zur "Bademantel-Depression". Das ist der Zustand, wenn man den ganzen Tag den Bademantel nicht mehr auszieht, entsprechend heruntergekommen aussieht und damit die Grundlage schafft, noch weiter herunterzukommen. 

"Wie geht's?" – "Schlecht" 

Kurzer - und seltener Dialog. Sagt man nicht. Weil das Scheitern gesellschaftlich nicht anerkannt ist, sagt Arnet. Der Begriff "gescheiterte Existenz" hat etwas durchweg Negatives. Dabei gibt es ausreichend Beispiele von ehemals Gescheiterten, die ohne ihr Scheitern vielleicht nicht das geworden wären, was sie sind. Von Beethoven über Fred Astaire, bis hin zu Joanne K. Rowling und Elon Musk.

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