Tausch der eigenen vier Wände Haustausch: Ferien in einem anderen Zuhause

Den Urlaub mal nicht im anonymen Hotelzimmer verbringen - und dabei noch Geld sparen. Das ist die Idee hinter einem Haustausch in den Ferien. Worauf man dabei achten muss, haben wir zusammengefasst.

Wie ist die Idee entstanden?

Das Haus auf Zeit mit einem Fremden zu tauschen: Dieses Konzept gibt es schon seit über 60 Jahren. "Schon in den 50ern hatten zwei befreundete Lehrer aus der Schweiz und den Niederlanden die Idee", sagt SWR1 Wirtschaftsredakteurin Lena Stadler. "Sie dachten sich, wenn wir ungefähr zur selben Zeit Ferien haben, dann könnten wir doch einfach Geld sparen und unsere Häuser tauschen", so Stadler. "Und jetzt machen das die Menschen auf der ganzen Welt."

Schlüsselübergabe (Symbolbild) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Wer in das Haus des Tauschpartners zieht, stellt in der Zeit sein eigenes Zuhause zur Verfügung. Picture Alliance

Wie finde ich Tauschpartner?

Für den Wohnungs- oder Haustausch gibt es zahlreiche Internetportale. Der größte Anbieter ist HomeExchange, außerdem gibt es zum Beispiel HomeLink und Intervac. "Der Platzhirsch HomeExchange bietet weltweit 400.000 Unterkünfte an. Auch andere Portale haben reichlich Auswahl - zum Teil mehrere zehntausend Angebote", so Lena Stadler. Ein Haustausch mit einer anderen Familie sei in Südkorea oder den USA damit genauso möglich wie in Europa.

Bei den meisten Portalen müsse man eine Jahresgebühr zwischen 100 und 150 Euro zahlen. "Dafür hat man einen Ansprechpartner, wenn irgendwas ist, zum Beispiel wenn der Gastgeber kurzfristig absagt. Dann bemühen sich die Portale um Ersatz oder zahlen eine Entschädigung", sagt Stadler.

Wer haftet, wenn etwas kaputt geht?

Lena Stadler rät dazu, unbedingt einen Vertrag mit den Tauschpartnern abzuschließen über die Zahl der Personen im Haus, den genauen Termin und die Nutzungsbedingungen. "Zum Beispiel, ob man auch die Fahrräder nutzen darf", sagt die Wirtschaftsredakteurin.

"Die Vermittlungsportale bieten oft einen Schutz an, die dann einspringen, wenn was kaputt geht", sagt Stadler. Man solle jedoch auf jeden Fall eine Hausratversicherung haben - und eine Haftpflichtversicherung, falls man selbst im Tauschhaus etwas kaputt macht.

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