Einweg-Produkte und ihre Alternativen Auf diese Plastikprodukte müssen Sie bald verzichten

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Die EU macht ernst: Einweg-Plastikprodukte sollen schon in naher Zukunft verboten werden. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bald verzichten müssen - und mögliche Alternativen.

Diese Produkte gibt es künftig nicht mehr aus Plastik:

StrohhalmeHier gibt es natürliche Alternativen, wie Bambushalme oder Halme aus Glas oder Edelstahl. Auch eine Makkaroni kann zum Trinken verwendet werden. Trinkhalme, die für medizinische Zwecke genutzt werden, sind vom EU-Verbot jedoch ausgeschlossen.
WattestäbchenMittlerweile findet man in der Drogerie die umweltfreundlichere Variante mit einem Stäbchen aus Pappe oder Bambus. HNO-Ärzte raten für die Ohrenreinigung eh von den Wattestäbchen ab, da damit das Ohrenschmalz eher in den Gehörgang gedrückt wird und ihn dann irgendwann verstopft.
Teller & BesteckWenn nicht angeboten, fragen Sie an der Currywurstbude nach einer Alternative – entweder Besteck aus Holz und Teller aus Pappe. Für die Grillparty verwenden Sie am besten Teller aus Palm- oder Bananenblätter. Teller aus Zuckerrohr sind derzeit nur in ausgewählten Geschäften oder übers Internet zu beziehen. Hinweis: Schauen Sie beim Kauf genau auf die Packung – manchmal wird bei der Herstellung der Alternativen (Papp- und Zuckerrohrteller) zusätzlich noch Plastik verwendet. Sie gehören nach der Verwendung nicht in den Biomüll, sondern in die Restmülltonne. Idealerweise benutzen Sie wiederverwertbares Besteck und Teller.
UmrührstäbchenDas Umrührstäbchen für Kaffee oder Tee sollte aus Holz sein oder sie können vor Ort einen richtigen Löffel nutzen.
BallonstöckeSie erinnern sich vielleicht – früher hielt man seinen Ballon an einem Stück Draht.

Darüber hinaus können Sie in Ihrem Alltag Plastikmüll sparen und damit die Umwelt schonen - auch wenn einige Produkte noch nicht explizit verboten sind. Dabei reicht es oft aus beispielsweise vor dem Einkauf die entsprechenden Alternativen mitzunehmen, die auch mehrfach verwendet werden können.

Plastikbeutel für ObstPacken sie sich in die Handtasche einen faltbaren Einkaufsbeutel. Für Obst und Gemüse bieten viele Supermärkte auch Mehrwegnetze an.
PlastikmüllbeutelVerwenden Sie für Ihren Hausmüll eine alte Zeitung. Richtig gefaltet, kann man ihn gut darin lagern. Vorteil: Die Zeitung nimmt auch Feuchtigkeit auf und schimmelt daher nicht so schnell.
PlastikflaschenNutzen Sie eine wiederbefüllbare Trinkflasche, am besten aus Edelstahl. Aluflaschen stehen unter dem Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Mehr dazu unter deutschlandfunk.de.
Joghurt-BecherKauft man Joghurt im Glas, statt in Plastikbechern, lässt sich der Plastikmüll um einiges reduzieren. Sie können ihren Joghurt aber auch selber machen. Dafür gibt es Joghurtbereiter mit wiederverwendbaren Portionsgläsern.
Coffee-To-Go Becher Schnell mal einen Kaffee zum Mitnehmen - den gibt es auch im wiederverwertbaren Becher. Ein weiterer Vorteil: Entsprechend isolierte Becher halten die Wärme länger. Wenn keiner zur Hand ist, verzichten Sie zumindest auf den Plastikdeckel.
Eingeschweißte ProdukteGehen Sie doch an die Theke im Supermarkt und lassen sich die Ware in ihre mitgebrachte Box packen.
FrischhaltefolieEine gute Alternative sind sogenannte Wachstücher. Sie sind zum Einwickeln und Abdecken von Lebensmitteln genauso gut geeignet wie Folien. Sie bestehen aus Baumwoll- oder Leinenstoff und Bienenwachs.
Alu-GrillschalenUm zu verhindern, dass die Marinade in die Glut kommt und das Grillgut schonend gebraten wird, nutzen Sie besser einen Grillstein (Pizzastein) aus Schamotte. Das hat auch was uriges und Kugelgrill-Besitzer können sich damit sich auch eine Pizza oder ein frisches Brot "grillen"!
Einwegtücher, WattepadsOb nun der Bodenschmutz beseitigt oder das Makeup weggewischt werden soll – greifen Sie das nächste Mal zu Stofftüchern, die zwar gereinigt werden müssen, aber dafür keine Müllberge produzieren. Oder Sie nutzen zum guten alten Waschlappen. Feuchttücher und Damenbinden sollen laut dem Willen der EU, aufgrund ihrer negativen Umweltauswirkungen, in Zukunft zumindest gekennzeichnet werden.
ZahnseideSehr sinnvoll für die Reinigung der Zahnzwischenräume – jedoch leider auch aus Kunststoff. Alternativ gibt es Zahnseide aus echter Seide, die mit Bienenwachs beschichtet ist.
Zahnpasta-TubenDie plastikfreie Alternative zur Zahncreme sind Zahnputztabletten.
EinmalrasiererBitte nicht - und ein guter Grund sich einen schicken Rasierer zu kaufen, bei dem man die Klingen austauschen kann.
Deospray-DosenDeo muss nicht immer aufgesprüht werden. Es gibt inzwischen auch Deo-Cremes im Glas, die sehr ergiebig sind.
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