Ein Tierfreund - von Kindesbeinen an SWR1 Leute mit Jan Haft

Sie kennen die Wiese vor der Haustür? Der erfolgreiche Natur- und Tierfilmer Jan Haft hat in seinem aktuellen Projekt den Lebensraum Wiese unter die Lupe genommen und gibt dem Zuschauer ganz neue Einblicke.

Dauer

"Im Klo ist eine Maus!" Als ein Mitschüler mit der Botschaft ins Klassenzimmer gerannt kommt, steht Jan Haft auf, geht zur Toilette und fängt die Maus mit der Hand. Die Geschichte ist Jahrzehnte her. Aber sie zeigt: Jan Haft war schon immer ein großer Tierfreund. Und er suchte die Nähe zu Tieren.

Unter einem Dach

Wüstenrennmäuse, Schlangen, Echsen, Frösche und Sittiche – mit ihnen hat er als Jugendlicher unter einem Dach gelebt. Die Eltern – die Mutter Grundschullehrerin, der Vater Physiker und Patentanwalt – ließen ihn gewähren. Zum Glück!

Preisgekrönt

Heute ist der 52-Jährige einer der bekanntesten und erfolgreichsten Natur- und Tierfilmer Deutschlands - mehrfach mit internationalen Preisen für seine Dokumentationen ausgezeichnet. In SWR1 Leute erzählt Haft, wie aufwendig die Dreharbeiten sind. Geduld ist enorm wichtig und dabei eigentlich nicht seine große Stärke.

 Mit seinem neuesten Projekt "Die Wiese – Lockruf in eine geheimnisvolle Welt" macht er sich in Buch und Film stark für den bedrohten Lebensraum. Spektakuläre Aufnahmen in seinem dritten Kinofilm – Zeitlupen, Zeitraffer und Großaufnahmen – sorgen dafür, dass die Zuschauer in die eigentlich bekannte Welt der Wiese ganz anders eintauchen und die Blumenwiese mit anderen Augen sehen.

Kleine Geschichten ganz groß

Haft macht kleine Geschichten ganz groß. Zum Beispiel wenn er die Überlebensstrategie des Wiesenknopf-Ameisenbläulings erzählt: Die Larven des Tagfalters lassen sich von Ameisen in deren Bau tragen. Dort verspeisen die Raupen Ameisenlarven, wachsen und gedeihen und schlüpfen als Schmetterling im Ameisennest!

Das persönliche Heiligtum

 Jan Haft lebt mit Frau, drei Kindern und einigen Tieren im Isental bei München, über das er mit "Mein Isental" ebenfalls einen Dokumentarfil gedreht hat. Vor der Haustür seine Wiese, ein kleiner "Dschungel", in dem es blüht und brummt und summt. "Mein persönliches Heiligtum", sagt er.

(Aufzeichnung)

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