Ein Bild sagt mehr als tausend Worte Comics gegen Ärzte-Latein

Vor einer Operation steht immer das Arztgespräch, in dem mündlich und schriftlich über den Eingriff aufgeklärt wird. Dabei überfordert viele Patienten der komplexe Inhalt und sie fühlen sich schlecht informiert.

Professorin Dr. Verena Stangl von der Charité in Berlin kam auf die Idee die Informationen als Comic ihren Patienten anzubieten. Zusammen mit einer Kardiologin, einer Illustratorin und einer Wissenschaftskommunikatorin hat sie ein Aufklärungscomic umgesetzt.

Dauer

Am Beispiel einer Herzkatheteruntersuchung kann der Patient nun einfacher und besser einschätzen, was bei dem Eingriff genau passiert und welchen medizinischen Nutzen und welche potentiellen Risiken er hat.

Erste Erfahrungen

"Die meisten Patienten sind wirklich begeistert", sagt die Ärztin. Das gilt auch für ältere Patienten, die die Bildaufklärung gut annehmen. Und die Form der Aufklärung funktioniert, denn eine Studie zeigt: nach dem Lesen des Comics konnten die Patienten 12 von 13 Fragen zum Eingriff richtig beantworten. Nach einem klassischen Aufklärungsgespräch waren es nur 9 richtige Antworten. Darüberhinaus hilft das Aufklärungscomic den Patienten weniger Angst vor dem Eingriff zu haben.
Mittlerweile kommen die Anfragen nach Comics auch für andere Operationen von verschiedenen Kliniken im In- und Ausland.

Kein Ersatz für das Arztgespräch

Für Professorin Dr. Verena Stangl bleibt das Gespräch ganz wichtig: "Aber sie kennen das selbst: Der Arzt ist raus und dann kommen die Fragen. Und wenn das dann nochmal gut bebildert dargestellt ist, das ist einfach hilfreich."

Auszug aus dem 15-seitigen Comic

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