Dieselfahrverbote weltweit Wie Rom und Co. gegen schlechte Luft kämpfen

Die Diskussion um Fahrverbote für Diesel in Deutschland kommt jetzt in die heiße Phase. Doch wie sieht es eigentlich in den großen Städten im Ausland aus? Ein Blick über die Landesgrenze.

Das Colosseum in Rom (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)
An Tagen mit Smog gilt in Rom ein "rotierendes Fahrverbot" picture-alliance / dpa -

Wer im Internet nach "Fahrverboten weltweit" sucht, stößt auf eine ganze Liste von Städten, in denen bereits Diesel-Fahrverbote gelten. Ein genauerer Blick zeigt dann aber auch, dass einige dieser Fahrverbote nicht an Zulassungen festgemacht sind.

In Paris etwa gibt es eine Schadstoff-Vignette: Diesel mit Erstzulassung vor 2001 dürfen in der Woche tagsüber nicht fahren. Die Erstzulassung vor 2001 entspricht der Euronorm 2. Damit kommen Dieselfahrer auch in keine einzige der deutschen Umweltzonen. Die sind nämlich eigentlich auch nichts anderes als Fahrverbots-Zonen für ältere Autos.

Radikale Lösungen - Fahrverbot für alle


Im Kampf gegen Luftverschmutzung können manche Städte im Ausland aber auch radikal sein. Und dann ist es ziemlich egal, ob Diesel oder Benziner, weil nicht nur die Stickoxide im Fokus stehen.

In der griechischen Hauptstadt Athen etwa gilt schon seit Jahrzehnten ein "rotierendes Fahrverbot" für alle: An geraden Tagen dürfen die Autos mit geradem Kennzeichen fahren, an ungeraden die mit ungeradem Kennzeichen. Auch Rom, Paris und Madrid haben an Tagen mit Smog schon zu solchen Fahrverboten gegriffen – und auch im smoggeplagten China gelten immer wieder Fahrverbote.

Eine ganze Reihe von Städten außerhalb Deutschlands haben bereits weitreichende Absichten für die Zukunft: Sie wollen dem Diesel an den Kragen oder gleich dem Verbrennungsmotor. Paris zum Beispiel will den Diesel ab 2024 verbannen, Benziner ab 2030. Ähnliche Pläne verfolgen nach Medienberichten unter anderem Amsterdam, Mexiko-City und London.

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