Die Waldbrand-Gefahr bei anhaltender Trockenheit steigt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Notfallplan für Rheinland-Pfalz Was passiert, wenn der Wald brennt?

In Mecklenburg-Vorpommern brennen die Wälder. Mittlerweile mussten schon einige Dörfer evakuiert werden und es kommen verstärkt Hubschrauber bei den Löscharbeiten zum Einsatz.


Doch was würde passieren, wenn es in Rheinland-Pfalz zu einem Waldbrand kommt? In unserem Bundesland gibt es weder Löschflugzeuge, noch Brandbeobachtungsflüge.

Frühere Brandvorbeugung

In den 90er Jahren ist die Feuerwehr noch mit Kleinflugzeugen über Waldgebiete geflogen, um nach starker Rauchentwicklung und Bränden Ausschau zu halten. Aus Kostengründen und einer sehr geringen Anzahl an Bränden wurden diese aber eingestellt.

Brandgefahr in Rheinland-Pfalz

Da der rheinland-pfälzische Wald hauptsächlich aus Mischwald besteht, ist die Brandgefahr geringer, als beispielsweise in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Dort besteht der Wald hauptsächlich aus Nadelbäumen. Diese Wälder können weniger Feuchtigkeit halten und trocknen so auch schneller aus, als Laubmischwälder.

Und wenn der Wald doch mal brennt?

Wie sich Kommunen und deren Feuerwehren auf einen Waldbrand vorzubereiten haben, schreibt das Land im sogenannten Rahmenalarmeinsatzplan vor. Wenn bei den örtlichen Feuerwehren die Löschzüge nicht mehr ausreichen, können sie Hubschrauber der Bundeswehr oder Polizei anfordern. Mit Wasserbehältern transportieren sie dann Wasser an den Brandherd, der sonst nur schwer zu erreichen ist.
Doch bevor ein Hubschrauber startet, kommt meistens erst ein Traktor mit einem Gülletank voll Wasser zum Einsatz. Die Kommunen haben im Fall eines Waldbrandes vermerkt, welche Bauern im Notfall das Wasser in den Wald fahren können.
Und wenn alles nicht reicht, kann Hilfe aus dem Ausland angefordert werden. Aber dieser Fall ist noch nie eingetreten.

Waldbrände in Rheinland-Pfalz

Dass es in Rheinland-Pfalz zu keinen großen Waldbränden kommen wird, dafür sprechen auch die Zahlen des Klimawandelinformationssystems Rheinland-Pfalz. Mit Ausnahme vom "Hitzejahr" 2003, blieb die Fläche der Waldbrände im Land unter 20 Hektar. Aufgrund der extremen Temperaturen, gab es 2003 mehr als 140 Waldbrände.

Die anhaltende Trockenheit erhöht die Waldbrandgefahr. (Foto: dpa Bildfunk, Wolfgang Kumm)
Bei anhaltender Trockenheit kann eine achtlos fallengelassene Zigarettenkippe zu einem Waldbrand führen. Wolfgang Kumm

So beugen Sie einem Waldbrand vor

Damit es erst gar nicht zu einem Waldbrand kommt, sollten Sie folgende Punkte beachten, wenn Sie sich im Wald aufhalten:

  • Kein Rauchen, offenes Feuer oder brennendes Licht
  • Bitte niemals Zigarettenkippen auf dem Boden werfen!
  • Fahren oder Parken Sie nicht auf Waldwegen. Heiße Auspuffrohre oder Katalysatoren können einen Brand auslösen.
  • Hinterlassen Sie keine Scherben im Wald – sie können wie Brenngläser wirken
  • Klären Sie Kinder über die Gefahren und Folgen von Brandstiftung auf
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