1969 - SWR1 Meilensteine Creedence Clearwater Revival - "Green River"

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Vor 50 Jahren: Nur zehn Tage vor Woodstock bringen Creedence Clearwater Revival ihr Album "Green River" auf den Markt. Das zweite von drei CCR Alben des Jahres 1969. Green River wird das erfolgreichste.

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Und dieser Erfolg hat im Wesentlichen drei Gründe:

1. Woodstock

CCR haben die Gelegenheit, ihr neues Album gleich bei diesem epochalen Event vorzustellen - das wirkt nach.

2. Erfrischende Klarheit

Anders als viele der Hippiebands aus ihrer kalifornischen Heimat ergehen sie sich nicht in drogengeschwängerten Gitarrensoli der Selbstfindung, sondern spielen ihren "Clearwater Sound" runter wie klares Wasser. Ein Song besteht aus Anfang, Mittelteil und Schluss. Basta! Genauso sind John Fogertys Gitarrensoli aufgebaut. Handwerklich solide, eingängig und klar. Die Melodien der Songs kann jeder mitsingen, der kalifornische Hippie genauso wie der Farmer aus dem Süden. Der denkt vielleicht sogar, dass CCR eine Südstaatenband sind - aber das sind sie nicht. Auch keine konservativen Rednecks. Sie sind einfach so wie sie sind. Anders eben - und doch Teil der großen Bewegung, die damals aufsteht, um Amerika zu verändern. Und ganz nebenbei kreieren sie mit ihrer Mischung aus Rock, Country und Blues das was man heute den "Americana Sound" nennt.

3. Die persönliche Note

Kein CCR-Album ist so sehr von Chef John Fogerty geprägt. Es ist sein Ding. In "Wrote A Song For Everyone" verarbeitet er zum Beispiel seine Ehekrise.

Und übrigens:

Bei aller Klarheit des Sounds: Die Texte sind mitunter rätselhaft und mystisch, auch das erzeugt Spannung. "Bad Moon Rising" zum Beispiel ist kein bayerischer Kurort, sondern der größte Hit auf Green River. Einen Bezug zu Bayern und zur Pfalz gibt es trotzdem in dem Song.

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