Ab in den Wald Weihnachtsbaum schlagen und transportieren

Viele Forstämter bieten das an den Adventswochenenden an – in den Wald gehen, Baum aussuchen und selbst Hand anlegen. Ziehen dann Kinder und Erwachsene mit Axt und Säge bewaffnet durch den Wald? SWR1 Redakteurin Sabine Hub erklärt uns, wie das genau abläuft und was man darf oder auch nicht!

Man kann nicht einfach irgendwo im Wald drauf los sägen, das wäre dann Diebstahl. Sondern nur da, wo die Förster auch Weihnachtsbäume angepflanzt haben und das Selbstfällen auch anbieten. Die Stimmung dabei soll wirklich schön sein, so ein Förster aus Kaiserslautern. Dazu gibt es oft noch Glühwein und eine Wurst, man steht zusammen und unterhält sich noch.

Welche Bäume werden denn am liebsten mitgenommen?

Am beliebtesten ist immer noch die Nordmanntanne, der Klassiker mit den kräftigen dunkelgrünen Nadeln. Die riecht gut und hält lange. Ein Trend bei jüngeren Leuten: Sie sägen lieber an einer Kiefern mit blau-grünen Nadeln. Wichtig gerade für diese Zielgruppe ist auch:

  • Der ökologische Fußabdruck eines Weihnachtsbaums (s.a. Nachhaltiges Weihnachten, Frauenhoferinstitut).
  • Es soll eine heimische Art sein.
  • Der Baum soll nicht gedüngt worden sein.

Wird der Baum nicht selbst gefällt, sondern gekauft, achten gerade junge Käufer darauf, dass der Weihnachtsbaum nur einen kurzen Transportweg hat und am besten aus dem nächstgelegenen Wald kommt.

Wo erfahre ich, ob in meinem Wald ein Weihnachtsbaumselbstfällen angeboten wird?

Fragen Sie beim zuständigen Forstamt nach oder schauen dort auf der Homepage nach. In der Regel stehen dort auch die Termine drauf - die meisten Selbstfäll-Aktionen im Land finden um den 14. Dezember statt. Weitere Informationen bietet auch die Homepage von Landesforsten Rheinland-Pfalz.

Wie bringe ich den Baum am sichersten nach Hause?

Da gibt’s drei Möglichkeiten:

1.   Man schnallt den Baum aufs Autodach. Wichtiger Hinweis vom ADAC: Das geht nur, wenn man einen Gepäckträger hat und sichere Spanngurte zum Festmachen. Außerdem muss die Baumspitze beim Transport nach hinten zeigen und der Baum darf nicht übers Dach hinausragen.

2.   Den Baum ins Auto packen. Dafür die Sitze vorher umklappen. Auch da müssen Spanngurte her und die Spitze muss nach hinten zeigen. Und wenn der Baum mehr als einen Meter aus dem Kofferraum herausragt, muss eine rote Fahre dran sein.

3.   Baum in einen Anhänger packen und eine Plane drüber machen, damit er nicht kaputt geht.

Achtung: Sollte sich der Weihnachtsbaum selbstständig machen, drohen Geldbußen bis zu 75 Euro und ein Punkt in Flensburg. Und wenn jemand sich dabei verletzt, macht man sich sogar strafbar.

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