SWR 1 Meilensteine (Foto: SWR)

1969 – SWR1 Meilensteine The Rolling Stones - "Let It bleed"

AUTOR/IN

Kurz vor Ende der 60er Jahre, im Dezember 1969, beendeten die Rolling Stones die Dekade mit dem fulminanten Album "Let it bleed". Das Album sicherte den Fortbestand der Gruppe, denn eigentlich waren die Stones schon am Ende.

Dauer

Es fehlte nicht viel und sie hätte das gleiche Schicksal ereilt wie die Beatles, die sich im Frühjahr 1970 entgültig trennten.

Abschied von Brian Jones

Brian Jones, Gründungsmitglied und ehemaliger musikalischer Kopf der Rolling Stones, hatte sich mit Drogen und Alkohol körperlich und seelisch schon so ruiniert, dass er zu keiner vernünftigen Arbeit mehr fähig war. Er war zum letzten Mal bei einem Stones-Album dabei, gleichzeitig trat schon sein Nachfolger Mick Taylor bei den Aufnahmen an, beide mit bescheidenen Anteilen an der Musik. Die Frage war, würde die Band ohne Brian Jones noch funktionieren?

Es funktionierte.  Eine Folge der Schwierigkeiten war, dass anscheinend ganz neue Kräfte frei wurden. Keith Richards bezeichnete einmal die Zeit von "Let it bleed" als eine der kreativsten Phasen, die die Stones in ihrer langen Geschichte erlebt hätten.

Startschuss eine neue Dimension

"Let it bleed" war die Brücke in die 70er Jahre und zeigte schon die musikalische Zukunft der Stones. Country-Einflüsse, Rock und Blues, ein neuer Sound manifestierte sich. Die Band trennte sich nicht, sie entwickelte sich weiter. "Let it bleed" war der Startschuss, mit der die Stones in eine neue Dimension aufbrachen, mit Songs wie "Gimme Shelter" oder "Midnight Rambler", die bis heute Höhepunkte eines jeden Rolling Stones Konzerts sind.

AUTOR/IN
STAND