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Den Jahreswechsel begehen die Menschen mit vielen liebgewordenen Bräuchen. Für den einen gehören Bleigießen, Berliner und der Kult-Sketch „Dinner for One“ dazu. Andere gehen nachts zur Messe, feiern in geselliger Runde mit Luftschlangen und Konfetti oder jagen um Mitternacht Raketen in die Luft. Solche wiederkehrenden Rituale stiften ein Gemeinsamkeitsgefühl und sind oft mit schönen Erinnerungen und Emotionen verbunden.

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Viele Menschen entwickeln auch ihre eigenen, persönlichen Rituale. Sie fahren über Neujahr immer an denselben Ort oder beginnen das neue Jahr mit einem bestimmten Essen. All diese Bräuche werden meistens von Jahr zu Jahr fortgeführt.  Deshalb fällt es schwer, sich von ihnen zu trennen. Dabei wäre es sehr sinnvoll, auf das Abfeuern von Raketen und Böllern an Silvester zu verzichten. Das wäre nicht nur gut für die Umwelt, sagen Umweltexperten, sondern auch für den eigenen Geldbeutel und die allgemeine Sicherheit.

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Böllern – ein liebgewonnenes Ritual

In einigen deutschen Städten ist das Böllern an Silvester in bestimmten Gebieten schon verboten zum Beispiel Mainz oder Hamburg. Immer mehr Gemeinden führen ähnliche Regelungen ein, wie etwa im rheinland-pfälzischen Mayen, wo in diesem Jahr erstmals rund um den Marktplatz kein Feuerwerk erlaubt ist – zum Schutz der historischen Gebäude.

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Feuerwerksverbot führt zu Diskussionen

Doch solche Verbote führen zu Diskussionen. Insgesamt gesehen wächst die Bereitschaft auf das Böllern zu verzichten nur langsam. Denn das Feuerwerk an Silvester ist ein Ritual. Und Rituale geben den Menschen Halt und Sicherheit, sagen Psychologen. Wandel und Veränderungen sind dadurch leichter zu ertragen. Wir haben das Gefühl, doch noch etwas Kontrolle über unser Leben zu haben.

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Freundlich auf die Probleme im alten Jahr zurückblicken

Und gerade mit dem Jahreswechsel wird einem bewusst, dass die Zukunft ungewiss ist. Man reflektiert über das, was im vergangenen Jahr geschehen ist und was man gerne verbessern möchte. Die Beraterin und Supervisorin Birgit Schilling aus Köln rät, dabei anteilnehmend und freundlich, mit sich umzugehen und zunächst einmal das, was einen belastet hat, bewusst wahr zu nehmen. Erst dann sei man bereit, los zu lassen. In einem zweiten Schritt sei es dann wichtig zu sehen, was außer diesen Problemen und Sorgen noch da ist. Sie empfiehlt, den Blick zu weiten und auf das zu richten, was einen erfreut hat. Das sei für die meisten Menschen auch umsetzbar, sagt sie. Dadurch werde es möglich, wieder nach vorne zu schauen.

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Moderator Hans Michael Ehl (Foto: SWR)

Moderator am Sonntagmorgen Hans Michael Ehl

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