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Gerade in Pandemiezeiten gibt die Osterbotschaft Trost, Gläubige finden Halt im gemeinsamen Feiern der Auferstehung Christi, in einer Zeit, die Verunsicherung, Existenzängste und Trauer schafft.

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„Sehnsucht nach Auferstehung, Aufatmen, nach Leben, ist gerade in Zeiten der Pandemie sehr groß“, sagt Dorothée Wüst, Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche der Pfalz. „Karfreitag und Ostersonntag sind so etwas wie zwei Seiten derselben Medaille. Nur wenn ich mich dem Leiden stelle, dann kann ich auch die Freude richtig empfinden. Und wenn ich mich am Karfreitag auf den Tod am Kreuz einlasse, dann spüre ich den Osterjubel am Ostersonntag einfach noch einmal ganz anders. Also in diesem Sinne ist der Karfreitag für uns als Protestanten nach wie vor ein hoher Feiertag, aber der höchste Feiertag ist auch für uns tatsächlich mittlerweile Ostern – das Fest des Lebens.“

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Bessere Hygienekonzepte als vor einem Jahr

Deswegen begrüßt Dorothée Wüst es, dass in den meisten Regionen Gottesdienste stattfinden können, wenn auch mit eingeschränkter Besucherzahl und den gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln, zumindest, wenn die Corona-Inzidenz unter 200 liegt. Dem Wunsch der Bundesregierung, sich an Ostern auf digitale Gottesdienste zu beschränken, haben die katholische und die evangelische Kirche eine klare Absage erteilt. Denn anders als im vergangenen Jahr sind die Kirchengemeinden gut vorbereitet, kreativ mit den Festtagen umzugehen und bieten auch Gottesdienste im Freien, Familiengottesdienste zu Hause oder Osterwanderungen an.

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Zusammen feiern geht auch auf Distanz

Gleichzeitig setzen die Kirchen auf digitale Angebote, da trotz der Gottesdienste unter Einhaltung der Corona-Regeln zahlreiche Menschen auf Angebote ohne Präsenz angewiesen sind. Per Streaming wird der Gottesdienst nach Hause geholt, Video- oder Telefonandachten abgehalten „Ich bin so froh, dass wir die digitalen Gottesdienst-Formate entdeckt und weiterentwickelt haben“, sagt die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothée Wüst. Dies ermögliche, mit den Menschen trotz Pandemie in Kontakt zu kommen, so die Kirchenpräsidentin.

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Menschen brauchen Gemeinschaft

Die Entdeckung der digitalen Welt ist auch eine Chance für die Zeit nach der Krise, denn so können auch in Zukunft kranke und alte Menschen besser erreicht werden. Die Chancen sieht auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf. Doch er gibt zu bedenken, „dass sich manche Menschen der Gemeinschaft und auch der Sakramente entwöhnen, die ja doch wesentlich zu unserem katholischen Glauben gehören“. Am Ende sei er aber hoffnungsvoll, weil er glaube, dass Gemeinschaft für Menschen so wichtig sei, dass sie auch wieder zur Gemeinschaft fänden.

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Nela Fichtner, SWR Redaktion Religion, Migration und Gesellschaft (Foto: SWR, SWR/Alexander Kluge - SWR/Alexander Kluge)

Moderatorin am Sonntagmorgen Nela Fichtner

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Religion, Migration & Gesellschaft SWR1 Sonntagmorgen

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