Erzbischof Stephan Burger betet im Freiburger Münster (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Erzbischof von Freiburg

Stephan Burger

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"Die Wallfahrtskirche zum Witterschnee bei Löffingen, auch „Schneekreuz“ genannt, ist für mich ein besonderer Kraftort. Dieser Wallfahrtsort hat seine Ursprünge im achtzehnten Jahrhundert, als ein Wanderer sich im Schneesturm verirrte und gelobte, bei seiner Errettung ein Holzkreuz an dieser Stelle zu errichten. Er traf auf Holzfäller, die ihn in Sicherheit brachten, und erfüllte dann auch sein Versprechen. Für dieses Wegkreuz wurde in der Folgezeit durch die wachsende Verehrung eine einfache Holzkapelle gebaut und um die Jahrhundertwende durch eine Kirche aus Stein ersetzt. Seit meiner Kindheit ist mir das Schneekreuz als Gotteshaus sehr vertraut. Ein Ort, der für unzählige Menschen wie auch für mich ein Ort der Geborgenheit und der ganz persönlichen Begegnung mit Gott geworden ist. Früher kam ich mit den Sorgen und Nöten eines Kindes, eines Jugendlichen dorthin. Jetzt komme ich mit den Sorgen und Nöten eines Erzbischofs. Hier weiß ich mich dem gekreuzigten Heiland besonders nah. Er hört mich, und ich darf mich in seiner Liebe geborgen wissen. Das gibt Kraft." 

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Kraft schöpfen in schwierigen Zeiten SWR1 Sonntagmorgen - Mein Kraftort

Man könnte glatt die Krise kriegen bei allen Krisen derzeit. Umso wichtiger ist es, zwischendurch Kraft zu schöpfen. Aber wo? Bei unserer SWR1-Aktion „Mein Kraftort“ finden Sie Beispiele.

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SWR