Der Musikkabarettist Lars Reichow am Piano (Foto: IMAGO, Sven Thielmann, Essen via www.imago-images.de)

Musiker und Kabarettist

Lars Reichow

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"Ich liebe es, zu Hause zu sitzen, an meinem Flügel und nicht das zu spielen, was ich sonst spiele auf der Bühne, nichts zu komponieren oder mir auszudenken, sondern ich spiele dann Mozart-Sonaten. Ich trainiere meine Finger, ich spiele Bach, Johann Sebastian Bach, Fugen oder Präludien und arbeite an diesen Stücken. Es gibt unendlich viel zu tun. Es gibt wahnsinnig viele Fingersätze, die man sich einstudieren kann. Das ist ganz, ganz wunderbar. Tag oder Nacht - ist mir ganz egal. Ich hole mir diesen Gemütszustand. Das Instrument ist übrigens auch immer in einem anderen Zustand. Mal klingt der Flügel ganz weich und ganz angenehm. Mal ist er hart, ist er etwas blecherner, also er ist wie ein Mensch. Er hat auch eine Tages- und Nachtform. Der Flügel ist für mich ein Ort, an dem ich die Zeit zwar nicht verlangsamen kann. Aber ich kann sie so sinnvoll nutzen wie sonst fast nirgendwo. Und irgendwann, wenn dann jemand klopft oder irgendeiner anruft, dann habe ich meine Kraft schon wieder aufgetankt. Da bin ich schon wieder glücklich für den nächsten Menschen."

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Kraft schöpfen in schwierigen Zeiten SWR1 Sonntagmorgen - Mein Kraftort

Man könnte glatt die Krise kriegen bei allen Krisen derzeit. Umso wichtiger ist es, zwischendurch Kraft zu schöpfen. Aber wo? Bei unserer SWR1-Aktion „Mein Kraftort“ finden Sie Beispiele.

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SWR